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Log Beweis


Dreidanna

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Hallo liebe Community,

ich stehe vor einem Problem, bei dem mir eventuell Erfahrene helfen können. 

lch möchte gerne ein Rätselmulticache verstecken, dabei soll mir aber bewiesen werden vom Finder, dass er auch alles selbst erarbeitet hat. 

Hintergrund ist der, dass dieser optional gemacht werden kann, um zu einer Prüfung zugelassen zu werden (Ehrenamt); denn nicht jeder kann sich beruflich bedingt heutzutage die Zeit nehmen um an festen Terminen vor Ort zu sein. Problem ist aber, dass man nun einfach die Endkoordinaten von jemand anders erhalten könnte der es schon gemacht hat. Wer hätte eine Idee, wie ich das umsetzten kann, dass wirklich jeder diese Caches besucht? Vielleicht seh ich den Wald vor lauter Bäumen nicht 😃

Liebe Grüße,

Stefan

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19 minutes ago, Dreidanna said:

lch möchte gerne ein Rätselmulticache verstecken, dabei soll mir aber bewiesen werden vom Finder, dass er auch alles selbst erarbeitet hat. 

Das wirst du wohl kaum erzwingen können, warum auch? Das ganze ist ein Spiel und soll dem Finder Spaß machen, wenn ich gerne Caches suche aber nicht gerne Rätsel löse (oder zumindest nicht so, wie der Owner sich das wünscht) warum sollte ich das nicht tun dürfen?

 

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6 minutes ago, hcy said:

Das wirst du wohl kaum erzwingen können, warum auch? Das ganze ist ein Spiel und soll dem Finder Spaß machen, wenn ich gerne Caches suche aber nicht gerne Rätsel löse (oder zumindest nicht so, wie der Owner sich das wünscht) warum sollte ich das nicht tun dürfen?

 


Trotzdem empfinde ich es jeweils als "Bescheissen" wenn Leute in den Logs so tun, als hätten sie das Rätsel gelöst... sie die Koordinaten aber anderweitig "organisiert" haben.
Die Tatsache, dass sie in den Logs dann ja eben *nicht* die Wahrheit schreiben, zeigt ja eigentlich auch, dass sie es ebenfalls nicht korrekt finden.


Aber Du hast natürlich Recht: Während sich der physische Eintrag vor Ort durch die Regeln "erzwingen" lässt, gilt das nicht für das Lösen des Rätsels. Wir haben gestern einen Mystery-Multi Cache geloggt, bei dem man zuerst eines der unsäglichen Puzzles hätte lösen müssen. Null Bock! Wir haben dann aber (selbst!) erkannt, wo wir uns "real" in den Multi einklinken können und haben ihn regulär zu Ende gespielt. Habe das im Log ehrlich geschrieben (natürlich ohne Hinweis über das "wie") und hätte auch *NIE* jemanden angebaggert, um an die Koordinaten zu kommen.

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8 minutes ago, RCH65 said:

Trotzdem empfinde ich es jeweils als "Bescheissen" wenn Leute in den Logs so tun, als hätten sie das Rätsel gelöst...

Als "Bescheißen" empfinde ich das ganz und gar nicht. Gibt es irgendwo Regeln und Gesetze die sagen, dass man alles selbst lösen muss? Entsteht jemandem ein Schaden wenn man es nicht tut? Wie häufig löst ein Cacher tatsächlich alle Rätsel alleine oder macht man das doch oft im Team (dann löst es mal der eine und mal ein anderer)?

 

Andererseits würde ich aber auch nie behaupten, ich hätte ein Rätsel gelöst wenn ich die Koordinaten (oder die Lösung) irgendwo her habe. Warum auch.

 

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In den Guidelines findest du:

For physical caches other than challenge caches, any additional logging requirement (ALR) beyond finding the cache and signing the log must be optional. Caches can be logged online as "Found" after the geocacher has visited the coordinates and signed the logbook.

Physical Caches mit ALRs (Außnahmen sind lediglich Challenges) werden seit 2009 nicht mehr gepublished. Von daher "Nein" deine Idee lässt sich auf dieser Plattform nicht umsetzen.

 

Und bevor du jetzt auf die Idee kommst, so etwas als Challenge zu beschreiben, für eine Challenge muss der Loggende eine definierte Menge/Schnittmenge an Caches finden, um eine Geocaching bezogene Aufgabe (-> Challenge) zu erfüllen.

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40 minutes ago, hcy said:

Andererseits würde ich aber auch nie behaupten, ich hätte ein Rätsel gelöst wenn ich die Koordinaten (oder die Lösung) irgendwo her habe. Warum auch.

 

 

Aber geht's nicht genau darum? Diese verlogenen "schon vor langer Zeit gelöst" Logs bei denen Du sofort merkst, dass da keine einzige Minute aufgewendet wurde. 
Ich mag es einfach nicht, angelogen zu werden. Spiel hin oder her. 

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3 hours ago, RCH65 said:

Ich mag es einfach nicht, angelogen zu werden.

Ja ok, geht mir auch so. Aber vielleicht wird das auch etwas provoziert von Leuten, die in gewisserweise erwarten, dass man einen Cache nur dann loggen darf wenn man auch das Rätsel selbst gelöst hat.

Oder vom allgemeinen Zeitgeist, der erwartet das jeder immer und überall perfekt und der Größte ist, alles weiß und alles kann.

 

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1 hour ago, hcy said:

Oder vom allgemeinen Zeitgeist, der erwartet das jeder immer und überall perfekt und der Größte ist, alles weiß und alles kann.

 

 

Weshalb sollte man alles wissen/können?

Du lässt Dir ja auch keinen T5-Cache von einem Taucher an die Oberfläche holen und laberst dann im Log etwas von "....war ganz schön anstrengend...".
Gerade *weil* ALLE ALLES unbedingt loggen wollen, entsteht der Eindruck, dass ALLE ALLES wüssten...

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Mich nervt es auch manchmal, wenn Leute im großen Stil einfach Finalkoordinaten "organisieren", aber in ihren Logs dann direkt oder implizit vorgeben, das Rätsel "schon lange gelöst" (o.ä) zu haben. Wenn man auf eine Rätsellösung nicht selbst draufkommt (passiert mir ja auch oft genug), dann sollte man sich meiner Meinung nach zumindest die Lösung grob erklären lassen, und nicht einfach Koordinaten abgreifen.

 

Jedenfalls habe ich mir vor Jahren auch mal Gedanken gemacht, ob man irgendwie einen Mystery bauen kann, bei dem jeder Finder (bzw. mindestens einer in jeder Gruppe, die den Cache findet) die Rätsellösung zumindest verstanden haben muss. Also entweder selbst gelöst, oder eine Erklärung bekommen und diese auch kapiert, aber eben nicht einfach Koordinaten kassiert haben. Aber weil es ja bekanntlich für ein Fundlog ausreicht, zu den Finalkoordinaten zu marschieren und das Logbuch zu signieren, war klar, dass es mit einem statischen Final (der also an derselben Stelle bleibt) keinesfalls funktionert, egal wie viele clevere Rätsel man noch vor Ort installiert (denn auch deren Lösungen werden dann ja weitergegeben). Am Ende kam diese Idee heraus:

  • Ein Rätsel im Listing, das sehr schwer (aber natürlich nicht "unlösbar") ist. Also ein klassischer D5er.
  • Die Lösung des Rätsels sind Koordinaten, die zu einer Zwischenstation vor Ort mit einem weiteren Rätsel führen.
  • Das Rätsel an der Zwischenstation ergibt die FInalkoordinaten. Es ist sehr einfach lösbar, wenn man das Listingrätsel verstanden hat, aber definitiv unlösbar, wenn nicht.
  • Nach jedem Fundlog gehe ich zur Zwischenstation, tausche das dortige Rätsel aus, so dass sich andere Finalkoordinaten ergeben, und verlege die Dose nach dort.
  • Damit der vorherige Schritt ggf. sehr schnell zu erledigen ist, habe ich 10 verschiedene mögliche Finalpositionen vorab im Wald ausgesucht, die Koordinaten eingemessen und je ein Zwischenstationsrätsel mit passendem Ergebnis gebaut.
  • Alle 10 vorbereiteten Finalpositionen sind im Listing als versteckte physische Waypoints gelistet. Die aktuelle Finalposition zusätzlich als versteckter Finalwegpunkt.
  • An den 9 Stellen, an denen der Cache (gelistet als "Small") nicht liegt, liegen Micros (Filmdosen), die nur einen Hinweis enthalten in der Art  "Hier ist nicht der Final von GCxxxxx. Gehe zur Zwischenstation und löse das Rätsel".
  • Bei einem Verschieben des Final muss ich also "nur":
    • Zur Zwischenstation, und den Zettel mit dem Rätsel austauschen
    • Zur alten Finalposition laufen, dort die 10. Filmdose platzieren, die Finaldose mitnehmen und zur neuen Location bringen, und die dortige Filmdose nach Hause mitnehmen.
    • Den versteckten Finalwaypoint im Listing auf die neuen Finalkoordinaten ändern, damit alles seine formale Richtigkeit hat.
  • Die Waldgegend, wo sich alles abspielt, kann ich mit dem Auto in 10-15 Minuten erreichen, und die Waypoint liegen maximal 10 Minuten zu Fuß vom Parkplatz. Das geht also auch mal schnell bei schlechtem Wetter nach Feierabend.
  • Vor der eigentlichen Installation des ganzen Brimboriums habe ich mir das Konzept natürlich vom Reviewer absegnen lassen.

Nach inzwischen fast 7 Jahren kann ich sagen:

  • Hat es funktioniert? Im Prinzip ja. Niemand ist einfach mit Koordinaten zur Dose und hat geloggt. Viele andere ältere schwere Mysterys haben auch nach Jahren eine recht konstante Fundrate, weil viele Cacher halt die Koordinaten von irgendwo her haben. Bei meinem Cache dagegen sind es inzwischen eher so 1-3 Funde pro Jahr.
  • Ob tatsächlich mal jemand mit geschnorrten FInalkoordinaten los ist, und dann nur eine Filmdose ohne Logbuch gefunden hat, weiß ich nicht. Denn das würde vermutlich keiner zugeben. Jedenfalls stehen alle Online-Finder auch im richtigen Logbuch (kann ich bei jeder Verlegung ja checken).
  • Würde ich die Methode empfehlen? Definitiv nein! Das war ein Riesenaufwand, gerade am Anfang, als die Fundrate noch höher war. Es hat sich rumgesprochen, dass der Final immer verlegt wird, d.h. ich musste wirklich zeitnah nach einem Fund handeln, damit die "Spezialisten" nicht einfach den letzten Finder löchern, und gleich ein oder zwei Tage später selber losziehen.

Quintessenz: Ich habe es zwar geschafft, die reinen "Koordinatenschnorrer" auszutricksen, aber dass der Aufwand die Sache wert war, würde ich eher nicht unterschreiben.

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17 hours ago, RCH65 said:

Diese verlogenen "schon vor langer Zeit gelöst" Logs

Nein. Einfach Nein. Ich löse oft Mystery-Caches dann, wenn sie herauskommen - auch mal mehrere am Stück. Wenn ich dann mal eine Tour zu diesen Caches mache und alle auf einmal besuche, kann die Lösung Wochen, Monate oder Jahre zurückliegen. Mir dann Schnorren der Lösung zu unterstellen ist bösartig.

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19 hours ago, RCH65 said:

bei dem man zuerst eines der unsäglichen Puzzles hätte lösen müssen. Null Bock! Wir haben dann aber (selbst!) erkannt, wo wir uns "real" in den Multi einklinken können und haben ihn regulär zu Ende gespielt. Habe das im Log ehrlich geschrieben

Das ist der Weg. Wenn der Owner in 80% der Logs liest, dass die Leute keine Lust hatten, das 400-Teile-Alles-Schwarze-Fläche-jigidi-"Puzzle" zu lösen, fällt ihm vielleicht auf, dass das keine gute Idee war. Ob das den Owner dazu bringt, das "Puzzle" zu entschärfen oder den Cache generell etwas abzuändern, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

 

Ich habe auch schon sehr oft Rätsel (und auch "Rätsel") nicht auf die vom Owner vorgesehen Weise gelöst - weil diese unsäglich langweilig, zeitintensiv oder Fleiß erfordernd war. Ich bin nicht fleißig - deshalb bin ich Ingenieur und Softwareentwickler geworden. Oft habe ich schon Rätsel dadurch gelöst, dass ich bestimmte Infos wie "ist Variable A nun 3, 4 oder 5?" auf Plausibilität abgeklopft habe (auch mit selbst geschriebenen Programmen) und die möglichen Ergebnisse auf Online-Karten wie "flopp's Tolle Karte" dargestellt habe. Meist fiel dann ein Großteil der Lösungen aus (weil in der Ostsee oder mitten auf dem Acker), und mit den verbliebenen Lösungen ließ sich der Checker quälen, bis er Grün gab.

 

Oder ich löse z.B. ein kompliziertes Sudoku oder anderes Logikrätsel mit weiteren Nebenbedingungen nicht auf Papier (wie es der Owner will), sondern mit einer speziellen Software, die ich mir mühsam erarbeiten muss. Mehrere Rätsel-Owner in meiner Gegend schlagen das sogar vor - und nutzten selbst solche Werkzeuge.

 

Solche Lösungen machen mir zigmal mehr Spaß, als dreißig Stunden Puzzle-Teile zusammenzuklamüsern oder 50 Blätter Papier vollzukritzeln und wieder wegzuwerfen. Ich habe mir dann aber trotzdem die Lösung erarbeitet, und darf am Ende (ganz offiziell rechtmäßig) einen Fund loggen. Ich gebe dann in den Logs auch an, wenn ich alternative Wege zur Lösung benutzt habe.

 

Edit: Tippfehler bereinigt

Edited by jennergruhle
Tippfehler
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43 minutes ago, jennergruhle said:

Das ist der Weg. Wenn der Owner in 80% der Logs liest, dass die Leute keine Lust hatten, das 400-Teile-Alles-Schwarze-Fläche-jigidi-"Puzzle" zu lösen, fällt ihm vielleicht auf, dass das keine gute Idee war.

So isses! ;)

 

Speziell bei Jigidi schreibe ich praktisch immer ins Log, dass ich die Lösung effizient "outgesourct" (wie es so schön heißt) habe. Denn diese Puzzles sind mir viel zu "asymmetrisch" (Owner-Aufwand: praktisch null; Cacher-Aufwand: fast beliebig hoch, bei 500+ Teilen).

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1 hour ago, jennergruhle said:

Wenn der Owner in 80% der Logs liest, dass die Leute keine Lust hatten, das 400-Teile-Alles-Schwarze-Fläche-jigidi-"Puzzle" zu lösen, fällt ihm vielleicht auf, dass das keine gute Idee war.

Nein, dann wird man vom Owner meistens blöd angemacht, dass man dann doch gefälligst den Cache ignorieren soll wenn man das geniale Puzzle nicht inbrünstig liebt.

Vielleicht auch ein Grund warum viele einfach lügen. Man hat weniger Stress mit den Ownern. Viele sind doch recht selbstverliebt in ihre Cacheideen und schlafen offenbar sehr schlecht, wenn die Suchenden den Cache nicht genau so machen wie von ihnen gewünscht und sich dabei möglichst viel quälen.

Anders kann ich das Ansinnen des Threadstarters auch nicht verstehen. Oder das Vorgehen von @baer2006 mit 10 verschiedenen Final-Positionen.

 

Schnorren Leute Koordinaten? Ja klar. Tut das irgendwem weh? Garantiert nicht.

Ich würde als Owner sogar soweit gehen, jedem der es möchte direkt die Finalkoordinaten zu schicken. Wer gerne rätselt kann das tun, wer einfach nur gerne Caches sucht auch.

 

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46 minutes ago, baer2006 said:

Denn diese Puzzles sind mir viel zu "asymmetrisch"

Das ist leider bei den allermeisten Mysteries so. Ein beliebig schweres Rätsel kann ich in 5 Minuten hinschreiben, das Lösen dauert möglicherweise Tage oder Wochen.

Das ist auch der Unterschied zum vorhin erwähnten T5er: da hat es der Owner genau so schwer den zu verstecken bzw. zu warten wie der Suchende ihn zu finden.

 

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Just now, hcy said:

Das ist leider bei den allermeisten Mysteries so. Ein beliebig schweres Rätsel kann ich in 5 Minuten hinschreiben,

Sorry, aber da muss dir leider sagen, dass du von der Erstellung von Mysterys offenbar wenig bis keine Ahnung hast.

  • Es ist sehr schwer, ein schwieriges, aber lösbares Rätsel zu erstellen. Erst recht, wenn es eine einigermaßen innovative Idee sein soll (also nichts abgekupfertes, oder die x-te Variante von irgendeinem "Standardrätsel").
  • Relativ leicht ist nur, einen "Rate mal, was ich mir gerade denke"-D6-Mystery zu erstellen. Du denkst dir irgendeinen beliebigen Lösungsweg über x Ecken (x >= 2) aus, um vom Listing zu den Koordinaten zu gelangen, ohne dass es für die einzelnen "Ecken" den geringsten Hinweis gibt (und falls ein Rätsler zufällig um die erste Ecke abbiegt, wird er keinerlei Indizien haben, zu wissen, dass er auf dem richtigen Weg ist). Solche "Rätsel" sind aber einfach schlecht - klar kann jeder leicht schlechte Rätsel bauen.

Ich habe schon richtig coole schwere Rätsel gelöst (oder auch nicht gelöst, und mir vom Owner helfen lassen), bei denen ich mir am Ende gedacht habe "Boah, ja klar, steht ja eigentlich alles irgendwie im Listing". So etwas entwirfst du nicht in 5 Minuten.

Und selbst bei einem relativ einfach "Wikipedia-Rätsel" muss der Owner die Fragen gut formulieren (so dass sich eindeutige Antworten ergeben) und geeignete Finalkoordinatenformeln erstellen - erfordert alles deutlich mehr Mühe und Sorgfalt als Jigidi.

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15 minutes ago, hcy said:

Viele sind doch recht selbstverliebt in ihre Cacheideen und schlafen offenbar sehr schlecht, wenn die Suchenden den Cache nicht genau so machen wie von ihnen gewünscht und sich dabei möglichst viel quälen.

Anders kann ich das Ansinnen des Threadstarters auch nicht verstehen. Oder das Vorgehen von @baer2006 mit 10 verschiedenen Final-Positionen.

Meine Hauptmotivation für meinen experimentellen Mystery war zu testen, ob so etwas prinzipiell funktioniert. Nicht weniger, aber auch  nicht mehr. "Möglichst viel quälen" will ich garantiert niemanden.

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8 minutes ago, baer2006 said:

Relativ leicht ist nur, einen "Rate mal, was ich mir gerade denke"-D6-Mystery zu erstellen. Du denkst dir irgendeinen beliebigen Lösungsweg über x Ecken (x >= 2) aus, um vom Listing zu den Koordinaten zu gelangen, ohne dass es für die einzelnen "Ecken" den geringsten Hinweis gibt (und falls ein Rätsler zufällig um die erste Ecke abbiegt, wird er keinerlei Indizien haben, zu wissen, dass er auf dem richtigen Weg ist). Solche "Rätsel" sind aber einfach schlecht - klar kann jeder leicht schlechte Rätsel bauen.

Ja klar, aber von der Sorte gibt es massenhaft. Dass es auch gute gibt will ich nicht in Abrede stellen.

6 minutes ago, baer2006 said:

"Möglichst viel quälen" will ich garantiert niemanden.

Ja ok, war jetzt nur ein Beispiel. Ich hab schon den Eindruck, dass es manchen doch auch ums quälen geht. Das merkt man wenn man Owner um Hilfe fragt, da werden die Infos dann in winzigen Häppchen rausgegeben.

 

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1 hour ago, baer2006 said:

Speziell bei Jigidi schreibe ich praktisch immer ins Log, dass ich die Lösung effizient "outgesourct" (wie es so schön heißt) habe.

Exakt da mache ich das auch so, wenn ich nicht selbst die Puzzleteile verschoben habe. Bei manchen mache ich das nämlich durchaus - es gibt ja auch solche, die mir nicht wie "Strafarbeit" vorkommen.

 

13 minutes ago, baer2006 said:

Es ist sehr schwer, ein schwieriges, aber lösbares Rätsel zu erstellen. Erst recht, wenn es eine einigermaßen innovative Idee sein soll (also nichts abgekupfertes, oder die x-te Variante von irgendeinem "Standardrätsel").

Ganz sicher! Aber leider ist so etwas eben die Ausnahme geworden - die hingerotzten Standard"rätsel" wie jigidi oder "27 Verschlüsselungen im Online-Tool nacheinander laufen lassen" nehmen in manchen Gegenden überhand.

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23 hours ago, baer2006 said:

Mich nervt es auch manchmal, wenn Leute im großen Stil einfach Finalkoordinaten "organisieren", aber in ihren Logs dann direkt oder implizit vorgeben, das Rätsel "schon lange gelöst" (o.ä) zu haben. Wenn man auf eine Rätsellösung nicht selbst draufkommt (passiert mir ja auch oft genug), dann sollte man sich meiner Meinung nach zumindest die Lösung grob erklären lassen, und nicht einfach Koordinaten abgreifen.

 

Jedenfalls habe ich mir vor Jahren auch mal Gedanken gemacht, ob man irgendwie einen Mystery bauen kann, bei dem jeder Finder (bzw. mindestens einer in jeder Gruppe, die den Cache findet) die Rätsellösung zumindest verstanden haben muss. Also entweder selbst gelöst, oder eine Erklärung bekommen und diese auch kapiert, aber eben nicht einfach Koordinaten kassiert haben. Aber weil es ja bekanntlich für ein Fundlog ausreicht, zu den Finalkoordinaten zu marschieren und das Logbuch zu signieren, war klar, dass es mit einem statischen Final (der also an derselben Stelle bleibt) keinesfalls funktionert, egal wie viele clevere Rätsel man noch vor Ort installiert (denn auch deren Lösungen werden dann ja weitergegeben). Am Ende kam diese Idee heraus:

  • Ein Rätsel im Listing, das sehr schwer (aber natürlich nicht "unlösbar") ist. Also ein klassischer D5er.
  • Die Lösung des Rätsels sind Koordinaten, die zu einer Zwischenstation vor Ort mit einem weiteren Rätsel führen.
  • Das Rätsel an der Zwischenstation ergibt die FInalkoordinaten. Es ist sehr einfach lösbar, wenn man das Listingrätsel verstanden hat, aber definitiv unlösbar, wenn nicht.
  • Nach jedem Fundlog gehe ich zur Zwischenstation, tausche das dortige Rätsel aus, so dass sich andere Finalkoordinaten ergeben, und verlege die Dose nach dort.
  • Damit der vorherige Schritt ggf. sehr schnell zu erledigen ist, habe ich 10 verschiedene mögliche Finalpositionen vorab im Wald ausgesucht, die Koordinaten eingemessen und je ein Zwischenstationsrätsel mit passendem Ergebnis gebaut.
  • Alle 10 vorbereiteten Finalpositionen sind im Listing als versteckte physische Waypoints gelistet. Die aktuelle Finalposition zusätzlich als versteckter Finalwegpunkt.
  • An den 9 Stellen, an denen der Cache (gelistet als "Small") nicht liegt, liegen Micros (Filmdosen), die nur einen Hinweis enthalten in der Art  "Hier ist nicht der Final von GCxxxxx. Gehe zur Zwischenstation und löse das Rätsel".
  • Bei einem Verschieben des Final muss ich also "nur":
    • Zur Zwischenstation, und den Zettel mit dem Rätsel austauschen
    • Zur alten Finalposition laufen, dort die 10. Filmdose platzieren, die Finaldose mitnehmen und zur neuen Location bringen, und die dortige Filmdose nach Hause mitnehmen.
    • Den versteckten Finalwaypoint im Listing auf die neuen Finalkoordinaten ändern, damit alles seine formale Richtigkeit hat.
  • Die Waldgegend, wo sich alles abspielt, kann ich mit dem Auto in 10-15 Minuten erreichen, und die Waypoint liegen maximal 10 Minuten zu Fuß vom Parkplatz. Das geht also auch mal schnell bei schlechtem Wetter nach Feierabend.
  • Vor der eigentlichen Installation des ganzen Brimboriums habe ich mir das Konzept natürlich vom Reviewer absegnen lassen.

Nach inzwischen fast 7 Jahren kann ich sagen:

  • Hat es funktioniert? Im Prinzip ja. Niemand ist einfach mit Koordinaten zur Dose und hat geloggt. Viele andere ältere schwere Mysterys haben auch nach Jahren eine recht konstante Fundrate, weil viele Cacher halt die Koordinaten von irgendwo her haben. Bei meinem Cache dagegen sind es inzwischen eher so 1-3 Funde pro Jahr.
  • Ob tatsächlich mal jemand mit geschnorrten FInalkoordinaten los ist, und dann nur eine Filmdose ohne Logbuch gefunden hat, weiß ich nicht. Denn das würde vermutlich keiner zugeben. Jedenfalls stehen alle Online-Finder auch im richtigen Logbuch (kann ich bei jeder Verlegung ja checken).
  • Würde ich die Methode empfehlen? Definitiv nein! Das war ein Riesenaufwand, gerade am Anfang, als die Fundrate noch höher war. Es hat sich rumgesprochen, dass der Final immer verlegt wird, d.h. ich musste wirklich zeitnah nach einem Fund handeln, damit die "Spezialisten" nicht einfach den letzten Finder löchern, und gleich ein oder zwei Tage später selber losziehen.

Quintessenz: Ich habe es zwar geschafft, die reinen "Koordinatenschnorrer" auszutricksen, aber dass der Aufwand die Sache wert war, würde ich eher nicht unterschreiben.

Danke für die intressante Idee :) So könnte ich es machen. 

Zu den anderen Antworten: 

Wie schon beschrieben geht es darum nicht um Spiel und Spass, sondern um eine Zulassung zur Prüfung. Und wer bei so etwas betrügt, hat es nicht verdient weiter zu kommen. Das ganze werden dann nicht irgendwelche Rätsel, sondern sind Themenbezogen mit Infotafeln zum Thema der Prüfung. Momentan ist es so, dass jeder Prüfling vorerst an einer Exkursion teilnehmen muss. Durch den "Multicache" könnte man das Wissen was auf einer Exkursion vermittelt wird auch so weitergeben. 

Die Idee gefällt mir ziemlich gut von Baer2006. Es wäre für mich zwar etwas umständlicher, aber so könnte ich den Teilnehmern die Exkursion ersparen.

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22 hours ago, Dreidanna said:

Wie schon beschrieben geht es darum nicht um Spiel und Spass, sondern um eine Zulassung zur Prüfung

 

Du hast ganz bestimmt den Sinn von Geocaching NICHT verstanden, denn dabei geht es hauptsächlich um Spiel und Spaß.

 

Ich meine, du solltest dir etwas anderes ausdenken.

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