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Spätes Nachloggen mit System


Kryzzle
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Hallo zusammen,

 

ich möchte mal eure Meinung(en) zu einem interessanten Fall hören, den ich heute entdeckt habe.

 

Einer meiner Tradis (GC8P2W3) ist heute für den 24.10.2020 nachgeloggt worden, mit fast drei Monaten Verspätung. Das Thema Nachloggen wurde hier ja schon ausgiebig behandelt.

Nun ist es in diesem Fall aber so, dass der Nano ein paar Tage später gemuggelt wurde. Auch nicht schlimm, passiert halt. Das bedeutet aber, der Logger wusste bereits zu dem Zeitpunkt des Nachloggens aus den Log-Einträgen des Caches, dass sein vermeintliches physisches Log nicht mehr existieren kann. Soweit auch kein Problem. Kurios ist, dass eine befreundete Ownerin heute auch ein altes Log vom selben Cacher erhalten hat - auch bei ihr waren kurz nach dem Datum des Nachlogs Behälter und Logbuch verschwunden.

 

Schaut man sich nun mal die Historie des Cachers an, findet sich exakt dieses Schema bei einer Vielzahl der geloggten Dosen. Ein Log steht oft vor dem Verschwinden einer Dose im Logbuch, den eigentlichen Logtermin kann man ja online nicht sehen, den kennen nur die Owner aufgrund der Email-Benachrichtigung.

 

Wie denkt ihr darüber?

 

Viele Grüße, Kryzzle

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Hallo Kryzzle,

 

ich logge auch oft später, allerdings deswegen, weil ich mir gerne Mühe bei den Logs gebe, was man jetzt bei dem (größtenteils von sich selbst kopierten) Log vom 24.10.2020 nicht sagen kann.

 

Naja, aber wir haben jetzt ja nur dieses eine Beispiel, um uns eine Meinung zu bilden. Sollen wir jetzt alle Logs dieser Person durchschauen, um weitere Situationen zu finden, in denen sie kurz vor dem Verschwinden eines Caches eben diesen zufälligerweise (mit oder ohne Anführungszecihen) geloggt hat? Ne, da müsstest du uns schon auf die Sprünge helfen und ein paar Logs/Caches verlinken, so fehlt uns einfach das Material.

 

Bei deinem Cache wurde ja immerhin ein kleiner Teil individuell geloggt:

 

[...] kraxelten wir mit unseren UGH langsam los um auch dieses Versteck auszumachen... ?



Hier war es ziemlich ruhig [...]

 

Ich weiß nicht, was "UGH" sind, aber passt denn das mit dem "Kraxeln"?

 

Herzliche Grüße

Jochen

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Hallo Jochen, fairer Punkt, geht los - ich habe ein paar Caches rausgesucht, auf die dieses Muster zutrifft, es sind jedoch deutlich mehr:

 

GC3F9A6 Log am 13.10.20, Dose verschwindet am 29.11.20, nachgeloggt am 17.01.21 (hier wurde mir von der befreundeten Ownerin bestätigt, dass heute erst das Nachloggen erfolgte)

GC26VHQ Log am 23.09.20, bevor die DNF-Serie startet

GC29R3P Log am 22.09.20, bevor die DNF-Serie startet

GC50YKQ Log am 21.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC8RV4E Log am 20.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC15YC1 Log am 19.09.20, Dose ist inzwischen archiviert

GC6VBG7 Log am 18.09.20, Dose ist inzwischen archiviert

GC8E81D Log am 17.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC1HDA5 Log am 16.09.20, letztes Log vor dem Archive

GC3MPNB Log am 15.09.20, letztes Log vor dem Archive

GC2BAR7 Log am 14.09.20, letztes Log vor dem Ersatz des Logbuchs

 

Sieht irgendwie nach chronologischem Lückenfüllen aus...

 

Immer nach dem gleichen Schema: er/sie ist/sind unter den letzten Findern, bevor ein Problem auftritt, und das Logbuch verschwindet/ausgetauscht wird.

 

Läuft das noch unter "Geschmäckle"?

 

VG

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4 minutes ago, Kryzzle said:

Läuft das noch unter "Geschmäckle"?

Was Du machst, läuft unter Blockwarting. Figuren wie Dich finde ich noch peinlicher als die, die lediglich Schummeln. Bei einem Spiel wohlgemerkt.

 

Hans

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Hallo Kryzzle,

 

bitte ignoriere HHL hier einfach. Von ihm wird nichts sinnvolles kommen außer Beschimpfungen.

 

24 minutes ago, Kryzzle said:

Läuft das noch unter "Geschmäckle"?

 

Ja, das hat natürlich ein Geschmäckle, zumal der Log noch ähnlicher ist, als ich gedacht habe. Ich habe einen der Logs aufgemacht und auch da "kraxeln sie mit ihren UGH langsam los", schreiben also exakt das gleiche, was auch bei dir geschrieben wurde.

 

Es wird insgesamt aber schwierig, hier etwas zu beweisen. Und ganz vielleicht ist das auch alles Zufall. Oder sie cachen so auffällig, dass immer nach ihnen die Nachbarn den Cache klauen, weil sie die Cacher dabei beobachtet haben, wie sie den Cache wieder versteckt haben.

 

Wenn es dir wirklich wichtig ist - und da würde ich dich verstehen - würde ich mal ihr Logverhalten anschauen:

-> Wenn sie alle Caches in der üblichen Reihenfolge loggen und einfach immer spät dran sind, würde ich das für einen merkwürdigen Zufall halten.

-> Wenn sie aber zum Beispiel alles bis heute geloggt haben und dann plötzlich alte Logs nachgeschoben werden bei solchen Caches, dann ist sehr vermutlich etwas faul. Hättest du zum Beispiel vor dem Log bei deinem Cache gesehen, dass sie mit den Logs auf Stand sind, dann wäre das schon verdächtig....

 

Um letzteres rauszufinden, müsstest du aber schon zum Stalker werden und da kannst du dir überlegen, ob du das willst. Bei solchen Schlechtlogs glaube ich übrigens nicht, dass sie Monate hinterher loggen, deswegen vermute ich, dass du recht hast. Was du machen kannst, außer einmal die besagten Cacher anzuschreiben - zum Beispiel wegen des Logs bei deinem Cache - weiß ich gerade nicht!?

 

Herzliche Grüße

Jochen

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Das Phänomen des "Nach-Log Schummelns" habe ich schon öfters beobachtet. Ich habe eine "private" Liste mit meinen DNFs, wo ich nochmal hin will. Wenn der Owner dann per Log  bestätigt hat, dass die Dose weg ist, kommen die Mails mit den Nachlogs.....ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)

 

Es gibt viele Varianten des Schummelns. Warum man das macht erschließt sich mir nicht, da man ja (fast) nur sich selbst bescheißt. Ich glaube aber, dass die Variante beim Nachlogen besonders gern genommen wird, weil der Owner kaum was dagegen machen kann.

 

 

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3 hours ago, Kryzzle said:

Hallo Jochen, fairer Punkt, geht los - ich habe ein paar Caches rausgesucht, auf die dieses Muster zutrifft, es sind jedoch deutlich mehr:

 

GC3F9A6 Log am 13.10.20, Dose verschwindet am 29.11.20, nachgeloggt am 17.01.21 (hier wurde mir von der befreundeten Ownerin bestätigt, dass heute erst das Nachloggen erfolgte)

GC26VHQ Log am 23.09.20, bevor die DNF-Serie startet

GC29R3P Log am 22.09.20, bevor die DNF-Serie startet

GC50YKQ Log am 21.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC8RV4E Log am 20.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC15YC1 Log am 19.09.20, Dose ist inzwischen archiviert

GC6VBG7 Log am 18.09.20, Dose ist inzwischen archiviert

GC8E81D Log am 17.09.20, bevor die Dose gemuggelt wird

GC1HDA5 Log am 16.09.20, letztes Log vor dem Archive

GC3MPNB Log am 15.09.20, letztes Log vor dem Archive

GC2BAR7 Log am 14.09.20, letztes Log vor dem Ersatz des Logbuchs

 

Sieht irgendwie nach chronologischem Lückenfüllen aus...

 

Immer nach dem gleichen Schema: er/sie ist/sind unter den letzten Findern, bevor ein Problem auftritt, und das Logbuch verschwindet/ausgetauscht wird.

 

Läuft das noch unter "Geschmäckle"?

 

VG

Da bescheißt halt jemand bei seiner "Jeden Tag einen Fund"-Serie. So what?

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11 hours ago, Kryzzle said:

Läuft das noch unter "Geschmäckle"?

Wenn er das braucht lass ihn doch. Geocaching vom Sofa aus - bringt sich selbst um den Spaß. Oder hat das Spiel einfach nicht verstanden.

 

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12 hours ago, frostengel said:

Ich weiß nicht, was "UGH" sind

Laut dem Merriam-Webster Online Dictionary:

Definition of ugh
used to indicate the sound of a cough or grunt or to express disgust or horror"

Die englische Wikipedia hat auch noch ein paar Kandidaten anzubieten: https://en.wikipedia.org/wiki/Ugh

Die spanische sagt, das wäre der Titel einer Spongebob-Episode: https://es.wikipedia.org/wiki/Ugh

 

Als Abkürzung scheint das gar nicht zu existieren, jedenfalls nicht im Deutschen oder Englischen.

 

1 minute ago, Mausebiber said:

Da betrügt doch niemand, bitte mal auf dem Teppich bleiben.
§ 263

 

[  ] Du hast die umgangssprachliche Bedeutung von "betrügen" als "schummeln" / "sich einen Vorteil verschaffen" verstanden.

 

Klar ist das straf- und zivilrechtlich irrelevant, da keinem Anderen ein Schaden entsteht. Also ist es eher "schummeln in einem Spiel". Aber der "Vorteil" existiert eben nur für den Schummler, er will unbedingt besser dastehen (als irgendwer, warum auch immer).

 

Manch einer setzt sich vielleicht irgendein Ziel, wie das Erfüllen einer Challenge (entsprechender Cache mit Logbedingung wie "Gehe 1000 Tage am Stück cachen", "Fülle die 366-Tage-Fundmatrix", "Fülle die D-T-Matrix 33*" etc.) - und nun war er eben soooo knapp dran - also wird ein bisschen geschummelt, erfunden und das Logdatum verschoben bis es passt, und schon ist man ein Jahr früher damit fertig. Wozu auch immer es nutzt.

 

Ich habe meine 366-Fundtage-Challenge auch erst nach drei Jahren erfüllt, und keine Fundtage "erfunden". Ich habe zwar auch manchmal Caches auf Vorrat gelöst (Mystery) oder aufwändig gesucht (Multis, knifflige Tradis) und erst später passend zum Tag nochmal besucht und geloggt - oder kurz vor/nach Mitternacht zwei nahe Caches geloggt für beide Tage, weil am nächsten keine Chance gewesen wäre.

Aber manchmal hat man an einem bestimmten Tag einfach keine Chance, weil einfach kein Cache erreichbar ist. Zum Beispiel weil man ein paar Tage krank zu Hause liegt, oder gerade auf Reisen und in der Luft oder auf dem Wasser ist. Manch einer schummelt dann eben - und andere machen eben später weiter. Der von Kryzzle beschriebene Kollege hat sich für Ersteres entschieden.

 

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17 hours ago, frostengel said:

Bei solchen Schlechtlogs glaube ich übrigens nicht, dass sie Monate hinterher loggen

Das kann ich mir schon vorstellen. Ich logge auch selten besonders individuell, auch wenn ich (außerhalb von PTs/Cacheserien) versuche den Log etwas zu individualisieren. Ist aber nicht gerade meine Stärke. Aus diesem Grund fehlt mir oft die Motivation zu loggen. Bei besonders schönen Caches will ich aber dann auch einen schönen Eintrag schreiben - das braucht Zeit. Und so schiebe ich das vor mir her und logge erst viel später. Ist keine Absicht, nur Faulheit... Ich suche lieber als zu loggen.

 

Letztendlich ist Geocaching nur ein Spiel, also wenn sich jemand bescheißen will, lass ihn doch... Solange er nicht für das verschwinden der Dose verantwortlich ist, ist es nicht dein Problem... (bzw. muss es nicht dein Problem sein)

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9 hours ago, jennergruhle said:

Aber der "Vorteil" existiert eben nur für den Schummler, er will unbedingt besser dastehen (als irgendwer, warum auch immer).

 

Er will besser dastehen? 

Geocaching hat keinen Sieger, keinen Verlierer, ob du 10 oder 10.000 Funde hast ist mir völlig egal.  Ich komme nicht auf die Idee mir das Profil eines mir unbekannten Cachers anzusehen oder dessen Fundliste, all dies hat mit mir nicht das geringste zu tun.  Von meinen unmittelbaren Freunden kenne ich die Fundzahlen, das war's aber auch schon.  Ob du 10 oder 10.000 Funde hast, du kannst dir dafür nicht eine Kugel Eis mehr kaufen.

 

Wer meint, er muss sich über Geocaching Fundzahlen definieren steht für mich nicht besser da, sondern ist in meinen Augen ein armseliges Würstchen.

 

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3 hours ago, Mausebiber said:

Er will besser dastehen? 

Geocaching hat keinen Sieger, keinen Verlierer, ob du 10 oder 10.000 Funde hast ist mir völlig egal. 

Genau, deshalb schrieb ich über den Schummler ja auch: »Aber der "Vorteil" existiert eben nur für den Schummler, er will unbedingt besser dastehen (als irgendwer, warum auch immer).«.

Weil es für mich eben auch irrelevant ist. Nur er selbst scheint einen Vorteil zu sehen, wenn er die "Abkürzung zu den Punkten" nimmt.

 

Für mich ist Geocaching kein Wettstreit - wenn ich mir etwas vornehme (eine bestimmte Anzahl Caches in bestimmter Zeit, Caches an bestimmten Stellen besuchen, irgendwelche Challenges erfüllen), dann damit ich mal wieder den Hintern hochkriege und in der Natur unterwegs bin.

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12 hours ago, Mausebiber said:

Geocaching hat keinen Sieger, keinen Verlierer, ob du 10 oder 10.000 Funde hast ist mir völlig egal.

Das ist absolut richtig. Nur befeuern diese unsäglichen Challenges leider so ein Verhalten. Können einem normalerweise irgendwelche Statistiken völlig egal sein muss man hier bestimmte "Leistungen" erbringen nur um einen anderen Cache loggen zu dürfen.

Klar, kann man ignorieren (so wie ich das mache) aber viele tun das eben leider nicht.

 

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15 hours ago, Mausebiber said:

Geocaching hat keinen Sieger, keinen Verlierer, ob du 10 oder 10.000 Funde hast ist mir völlig egal.  Ich komme nicht auf die Idee mir das Profil eines mir unbekannten Cachers anzusehen oder dessen Fundliste, all dies hat mit mir nicht das geringste zu tun.

Die als elektronisches Bitmuster auf einem Server in Seattle befindliche Fundzahl eines Mitspielers ist natuerlich irrelevant bzw. sollte es fuer jeden sein.

Diese Fundzahl entsteht aber nur durch Logeintraege bei realen Caches. Und diese Logeintraege - voellig unabhaengig ob es sich um TFTCs oder um aussagekraeftige Beitraege handelt - beruhen von der Grundidee des Spiels auf *realen* Erlebnissen und Interaktionen im *Real Life*.

Wenn man alle (oder zumindest die Mehrzahl der) Logeintraege fuer irrelevant und eigentlich unnoetig haelt kann man natuerlich behaupten, dass es einem nicht stoert wenn es Mitspieler gibt die solche virtuellen Logeintraege in grosser Zahl absetzen.

Ich kann das (leider?) nicht. Weder als Owner noch als Besucher.

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3 minutes ago, Hynz said:

beruhen von der Grundidee des Spiels auf *realen* Erlebnissen und Interaktionen im *Real Life*

Ja eben. Bei den Fake Logs aber nicht, insofern bringen sich die Faker nur selbst um ihre Erlebnisse und das ist doch in erster Linie deren Problem.

 

 

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2 minutes ago, hcy said:
7 minutes ago, Hynz said:

beruhen von der Grundidee des Spiels auf *realen* Erlebnissen und Interaktionen im *Real Life*

Ja eben. Bei den Fake Logs aber nicht, insofern bringen sich die Faker nur selbst um ihre Erlebnisse und das ist doch in erster Linie deren Problem.

Ich kann aber nicht erkennen welche Logs Fake sind und welche nicht. Somit spiegeln mir (etwas uebertrieben ausgedrueckt) die Fake Logs eine falsche Realitaet vor die (vereinzelt) Einfluss auf mein Erlebnis als Sucher aber vor allem als Owner haben kann.

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32 minutes ago, Hynz said:

Somit spiegeln mir (etwas uebertrieben ausgedrueckt) die Fake Logs eine falsche Realitaet vor die (vereinzelt) Einfluss auf mein Erlebnis als Sucher aber vor allem als Owner haben kann.

Das stimmt in der Tat.

Bei (verglichen mit der Gesamtzahl der Logs) wenigen Fakes ist das aber IMHO zu verschwerzen und besonders dann, wenn die Log lange in die Vergangeheit gefaket werden.

Blöder wäre es natürlich bei "frischen" Logs die vorgaukeln, der Cache wäre problemlos zu finden obwohl er tatsächlich schon weg ist. Wie @jennergruhle aber auch richtig schrieb gehören dann fehlende DNF-Logs in die selbe Kategorie, ebenso nichtssagende Copy&Paste-Logs die sich vielleicht sogar auf einen ganz anderen Cache beziehen.

 

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Ihr habt ganz ehrlich interessante Sichtweisen, danke dafür! Mir wird gerade klar, dass es sich eigentlich um ein Spiel mit nur minimalen Regeln handelt.
Weil ich schon so lange dabei bin, habe ich mir Regeln angewöhnt (die vermutlich auf erlernten Werten beruhen, und auch von befreundeten Cachern geteilt werden), und erwarte unbewusst, dass andere, die meine Caches spielen, sie auch befolgen. Das interessiert einige aber überhaupt nicht, die vielleicht aus einer anderen Art Spiel (z.B. Videokonsolen) einen ganz anderen Ansatz haben, z.B. dass der mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Gefühlt ist da für mich trotzdem ein Unterschied zwischen dem Tradi, der Teil eines Power-Trails ist, und dem Multi-Erlebniscache mit einer 5 km langen Tour von 3 h Dauer - der letztere ist in Bezug auf die Erstellung und die Installation der physischen Stationen üblicherweise deutlich umfangreicher. Beide Caches können aber rein auf die Wertung bezogen gleich eingestuft werden, so dass die Motivation, einen Multi "ehrlich" durchzuspielen, für einen "Punktespieler" gering ist. Wenn so ein Erlebniscache nun durch Cheaten jeglicher Art auf seine Punktzahl reduziert wird, ist das für mich gefühlt eine Abwertung.

 

Nach den Regeln von GS bleibt mir derzeit aber nichts, als diesen gefühlten "Missbrauch" zu ertragen, was frustrieren kann. Ich habe nun aber auch nicht gerade den Eindruck, als würde ich mit dieser Sichtweise allein dastehen.


Wäre es vielleicht eine Lösung, für die unterschiedlichen Spielarten unterschiedliche Wertungssysteme vorzusehen?

 

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12 hours ago, hcy said:

Das ist absolut richtig. Nur befeuern diese unsäglichen Challenges leider so ein Verhalten. Können einem normalerweise irgendwelche Statistiken völlig egal sein muss man hier bestimmte "Leistungen" erbringen nur um einen anderen Cache loggen zu dürfen.

Klar, kann man ignorieren (so wie ich das mache) aber viele tun das eben leider nicht.

Hier und da mal eine Challenge kann man gut ignorieren, da hast du recht.

 

Schwierig wird es nur, wenn jemand a) das Log-Schummeln exzessiv betreibt, und dann b) selbst Hunderte(!) von Challenge-Caches (die er zu erheblichen Teilen nur wegen der Schummelei erfüllt) in seiner Home-Zone legt, so dass die Ecke für "Normalos" quasi tot ist. Zugegeben ein Extremfall, der seit letztem Jahr Geschichte ist. Aber trotzdem ein Beispiel, dass der Satz "Die bescheißen sich nur selber" nicht immer gilt.

Edited by baer2006
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Quote

Nach den Regeln von GS bleibt mir derzeit aber nichts, als diesen gefühlten "Missbrauch" zu ertragen, was frustrieren kann. Ich habe nun aber auch nicht gerade den Eindruck, als würde ich mit dieser Sichtweise allein dastehen.

 

Ich habe da eine komplett andere Einstellung zu Geocaching wie doch manche hier im Board.

Ich lege einen Cache um etwas zu zeigen, einen Besucher zu führen, den Besuch der Location schon zu hause auswählen zu können.  Mit anderen Worten, ich biete einen Service für andere Cacher an.  Nun obliegt es alleine ihnen, ob und wie sie diesen Service annehmen wollen, direkt zum Finale eines Multi oder der Wegführung folgen, ob sie einen ausführlichen Log schreiben wollen oder nur ein TFTC, all das ist für mich OK.  Ich erwarte von den Cacher die meine Döschen besuchen nichts außer einer gewissen Vorsicht, dass nichts beschädigt oder nass wird, und wenn etwas nicht stimmt, ein NM log.  Für mich gibt es keinen Missbrauch, da es keine Vorgaben gibt, wie jemand cachen soll.  Alle Spielarten sind willkommen, mir geht es einzig und alleine darum, dass der oder diejenigen ihren Spaß haben, auf welche Weise auch immer.

Mein Part ist darauf beschränkt, eventuelle Anfragen zu meinen Döschen zu beantworten und dafür zu sorgen, dass sie in Ordnung und auffindbar sind.

Diese Einstellung habe ich seit vielen Jahren und bin damit immer bestens gefahren.

 

  • Love 6
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14 minutes ago, Mausebiber said:

Ich habe da eine komplett andere Einstellung zu Geocaching wie doch manche hier im Board.

Ich wünschte, es gäbe mehr Cacheowner wie dich. Sehr löblich.

 

Frohes Jagen

Hans

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11 hours ago, Mausebiber said:

Ich lege einen Cache um etwas zu zeigen, einen Besucher zu führen, den Besuch der Location schon zu hause auswählen zu können.  Mit anderen Worten, ich biete einen Service für andere Cacher an.

Ganz genau mein Reden.

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15 hours ago, baer2006 said:

Hunderte(!) von Challenge-Caches (die er zu erheblichen Teilen nur wegen der Schummelei erfüllt) in seiner Home-Zone legt, so dass die Ecke für "Normalos" quasi tot ist.

Das ist in der Tat übel, aber eher etwas da gegen Challenges spricht. Ich finde diesen Typ von Cache grundsätzlich etwas abartig. Man kann ja gerne besondere Herausforderungen suchen und dafür auch "Preise" verteilen aber dann bitte in Form von Badges o.ä. und nicht die Landschaft mit Challenges zukleistern.

Challenges gehören für mich persönlich abgeschafft bzw. zumindest die Logbedingung, man könnte das System ja so ändern dass jeder der den Cache gefunden hat ihn auch als gefunden loggen darf, wer zusätzlich die Challenge erfüllt hat kriegt ein Bienchen an sein Log.

 

Edited by hcy
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Ich verstehe eine Jagd nach Falschloggern auch garnicht. Mein Spiel ist es, Dosen von anderen zu finden. Und dafür im Gegensatz auch alle 100 Dosen die ich finde eine zu legen die mir sinnvoll erscheint weil "der Platz oder der Ort schlichtweg sehenswert ist", "die Dose mal was anderes als ein 0815 Petling ist" (ok, das steht noch aus, ich bin am Anfang :) ), "es eine erzählendswerte Geschichte zu diesem Ort gibt". Zumindest sind das vorerst meine eigenenen Vorgaben an eine Dose. 

 

Natürlich freue ich mich über nette und tolle Logs. Gerade wenn es von Cachern ist die man kennt oder deren Caches man auch schon gemacht hat. (Das kennenlernen ist Dieserzeit eher eine schwierige Geschichte....) ... aber ob da jetzt jemand ein fakelog mache, und sich damit selbst um ein Erlebnis bringt, ist mir ehrlich gesagt egal. Ich finde es höchstens bemitleidenswert. Aber im Prinzip ist das nicht meine Baustelle. 

 

 

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Möglicherweise ist das Sofa-Cachen ja verbreiteter als wir denke, lese gerade in einem Log:

Quote

In den letzten Tagen war mir mehr nach mobilem Geocaching.

Offenbar ist das mit dem Rausgehen für Neucacher ja eher die Ausnahme als die Regel. :D

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On 1/20/2021 at 5:18 PM, hcy said:

Möglicherweise ist das Sofa-Cachen ja verbreiteter als wir denke, lese gerade in einem Log:

Offenbar ist das mit dem Rausgehen für Neucacher ja eher die Ausnahme als die Regel. :D

Wenn ich die Zahl der Mysteries in meiner HZ betrachte, kann sich ein Neucacher eine sehr lange Quarantäne rein mit Rätseln verbringen :rolleyes:

 

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On 1/17/2021 at 7:55 PM, Kryzzle said:

Wie denkt ihr darüber?

 

 

Im Zweifelsfall den Geocacher/die Geocacherin mal anschreiben und nachfragen, wie es zu diesem "mysteriösen" Logverhalten kommt. Alles in allem wirst Du Dich aber damit anfreunden müssen, dass es auch im Spiel "Geocaching" nicht wenige Betrüger und Betrügerinnen gibt. Jeder Geocache-Owner wird da seine Geschichten erzählen können. Nicht drüber ärgern, lieber cachen gehen... ;-)

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On 1/19/2021 at 8:50 AM, hcy said:

Das ist absolut richtig. Nur befeuern diese unsäglichen Challenges leider so ein Verhalten. Können einem normalerweise irgendwelche Statistiken völlig egal sein muss man hier bestimmte "Leistungen" erbringen nur um einen anderen Cache loggen zu dürfen.

Ich mag Challenges. Z.B. gibt es eine Challenge in Hamm, wonach man 40 Caches mit Tieren im Namen gefunden haben muss. Das ist die erste Challenge, die ich entdeckt habe und ich habe sie noch nicht  erfüllt. Im schottischen Carron Valley gibt es eine Challenge, wonach man 111 tage am Stück gecacht haben muss. Das hat mich Coucpotatoe im letzten Jahr ganz schön auf Trab gebracht. So bin ich vom Wochenendcacher zum Jedentagcacher geworden. Und nach 22 - 7 Jahren an meiner Alma Mater habe ich Ecken kennengelernt, wo ich nie zuvor gewesen bin. schöne und nicht so Schöne... dann neige ich furchtbar zu Aufschieberitis. Insbeosndere Multis: "Klingt superinteressant aber mache ich dann mal, wenn ich Zeit habe..." - also nie: Aber im oben schon erwähnten Carron Valley gibt es eine Challenge: Jeden Monat mindestens 5 Multis (andere mindestens 5 Mysteries, mindestens 5 Tradis, mindestens einen Earth, Virtual, Letterbox), 15 Caches an ihrem Geburtstag, wobei jeder Geburtstag vom 1. - 15. einmal vorkommen muss...
Das muss man alles nicht machen, aber manche dieser Challenges heben auch die Qualität  des Cachens. Natürlich heben Jeden-Tag-einen-Cache-Challenges die qualität eher nicht, das sind gewissermaßen die Äquivalente der Powertrails. Derzeit arbeite ich an verschiedenen Challenges im Carron Valley und in Essen (222-Tage-Dauer, 88-Tage-Tradi, 11-Tage-Mystery, 22-Tage-Multi) und Hamm (Arche Noah), außerdem im Zwillbrocker Venn. Ich mag die. weil die mich zwingen, rauszugehen. Und da ich tunlichst mit dem Rad cache (oder auf dem Weg von der Arbeit bzw. zur Arbeit (job 1) bzw. im Dienst (job 2, an Wochenenden und Feiertagen), dann jeweils mit dem Auto) mache ich durch die Challenges mittlerweile mehr Radkilometer als sonst. Früher bin ich mit dem Rad drei Kilometer zur Uni gefahren und drei Kilometer nach Hause. Manchmal auch zwei Mal am Tag. Jetzt fahre ich mit dem Rad zum Einkaufen (2 km) oder in die Stadt (6 - 7 km). Aber das Dauercachen zwingt mich zu Radtouren von 20 oder 30 Kilometern. Sonst würde ich mir vielleicht vornehmen, eine längere Radtour zu unternehmen, aber ich würd's nicht tun.
 

On 1/18/2021 at 8:18 AM, black-tomcat said:

Wieso betrügt der?

Ich erinnere an den hier vor Zeiten mal gelaufenen 1.April-Thread "Was mache ich mit all den gefundenen Dosen?"

Er nimmt die mit und ist logischerweise der letzte Finder.....

/Ironie aus/

Ich habe tatsächlich manchmal den Eindruck, wenn auf einen absoluten Newbee nur nochh DNFs folgen, dass der Newbee die Dose eingesammelt hat...

 

On 1/19/2021 at 11:49 AM, Hynz said:

Die als elektronisches Bitmuster auf einem Server in Seattle befindliche Fundzahl eines Mitspielers ist natuerlich irrelevant bzw. sollte es fuer jeden sein.

Diese Fundzahl entsteht aber nur durch Logeintraege bei realen Caches. Und diese Logeintraege - voellig unabhaengig ob es sich um TFTCs oder um aussagekraeftige Beitraege handelt - beruhen von der Grundidee des Spiels auf *realen* Erlebnissen und Interaktionen im *Real Life*.

Wenn man alle (oder zumindest die Mehrzahl der) Logeintraege fuer irrelevant und eigentlich unnoetig haelt kann man natuerlich behaupten, dass es einem nicht stoert wenn es Mitspieler gibt die solche virtuellen Logeintraege in grosser Zahl absetzen.

Ich kann das (leider?) nicht. Weder als Owner noch als Besucher.

Schwanie, der mehrere Challenges im Zwillbrocker Venn gelegt hat (deutsch-niederlänidsche Grenze, Kreis Borken) schreibt (GC5JX92):

 

 

Quote

Neben den Gesamtfunden ist wohl die Anzahl gefundener Caches innerhalb eines Tages DAS Kriterium, welches den Status eines Cachers oder einer Cacherin innerhalb der Community festlegt (oder festlegen soll ;-)
Die höchste Zahl an einem einzigen Tag gefundener Caches liegt momentan bei 3126! Funden, der zweite Platz mit nur noch 2485 Tagesdosen ist dagegen ja schon als "bescheiden" zu werten.
Rechnen wir mal kurz, das bedeutet für den Besten eine Dose alle 28 Sekunden und das 24 Stunden ohne Pause, auch der zweite hat nur 35 Sekunden Zeit je Fund.

 

 

On 1/19/2021 at 12:08 PM, jennergruhle said:

Stimmt, das Erfinden eines guten Cache-Zustands ist für Owner und Sucher genauso lästig wie die aus-Scham-nicht-DNF-Logger, die Probleme beim Finden des Caches verschweigen.

Ich habe tatsächlich häufiger Mal das Gefühl, besonders dann, wenn es über Monate keine Logs gibt, dass die Leute sich die DNF-Logs verkneifen. Und manchmal, wenn ich einen DNF habe und ein Newbee loggt, bin ich misstrauisch, ob der den wirklich gefunden haben kann (habe aber schon oft genug im Nachhinein festgestellt, dass mein Misstrauen unberechtigt war). Aber, obwohl ich Funde i.d.R. innert 24 logge (in einem Fall habe ich das  tatsächlich mal vergessen und den Cache erst Monate später geloggt, allerdings mit dem rekonstruierten Funddatum), bin ich bei DNFs da manchmal etwas nachlässiger und wundere mich dann zwei Monate später, wenn ich wiedermal vor Ort bin, dass der Punkt grün, orange oder Mystery-, Letterbox-, oder Virtual-blau ist anstatt DNF-blau. Allerdings... wenn ich en passant nach einem Cache schaue und nicht intensiv suche, dann erspare ich mir und dem Owner auch den DNF, damit der Owner nicht rauskommen muss um zu checken, nur weil ich zu oberflächlich geschaut habe. Wenn ich aber überzeugt bin, dass der Cache nicht vor Ort ist, dann logge ich auch NM. (Aber keine Sorge, nicht jeder DNF-Log ist mit einem NM gekoppelt ;))

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7 minutes ago, Andreas260477 said:

Z.B. gibt es eine Challenge in Hamm, wonach man 40 Caches mit Tieren im Namen gefunden haben muss

Das ist ja eine von den kreativen die nicht mehr erlaubt sind. Bei einer die ich auch ganz nett fand musste man z.B. aus den Titeln von geloggten Caches eine Geschichte schreiben.

Neue Challenges sind nur noch Statistik-Schw*vergleich.

 

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Ja, leider. Die D/T-Matrix 27* füllen oder 365 Tage am Stück cachen (was für alte Hasen die schon alles in der Gegend gefunden haben eine fürchterliche Ressourcenverschwendung darstellt) ist erlaubt, kreative Lösungen die den Grips anstrengen sollen sind verboten.

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