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Wald-Eigentümer/Förster: Mehr Antwort als gewünscht!


fresszettel
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Hallo,

 

Dank neuerer Richtlinien im (Baden-Württemberger?) Review-Prozess muss vor dem Auslegen eines Caches in einem Wald der Besitzer oder Förster des Waldes explizit um Erlaubnis gefragt werden. Offenbar reicht die Duldung eines Caches nicht mehr aus. Insbesondere wird dies im Kontext von Baumklettercachen gefordert. Grundsätzlich gilt dies aber für alle Geocache: "Wie auch bei allen anderen Caches, benötigt der Cacheowner die Erlaubnis des Grundeigentümers zum Verstecken eines Caches. [...] Bei einer mündlichen Einwilligung benötigen wir die E-Mailadresse und/oder Telefonnummer der Person, die Dir die Erlaubnis erteilt hat." (Quelle: https://wiki.Groundspeak.com/x/rgKZ).

 

Nach dem Versuch Erlaubnis für einen (zusätzlichen) Baumkletter-Cache im Seewald bei Korntal zu erhalten habe ich folgende Antwort der Stadt Korntal erhalten:

 

Sehr geehrter Herr <Fresszettel>,

 

Sie hatten angefragt, ob die Möglichkeit besteht, einen Geocaching-Punkt auf einem Baum (zum Erklettern) bei der Blockhütte im städtischen Seewald einzurichten zu dürfen.

 

Aufgrund der jetzt schon sehr hohen Frequentierung des Waldes durch eine Vielzahl an Nutzern lehnt die Stadt Korntal-Münchingen die Einrichtung eines Geocaching Punktes im Seewald ab.

 

Bei der Suche nach einem weiteren Platz zur Einrichtung eines neuen Geocaching Punktes wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

 

Fazit: Wenn schon die Erhöhung der Frequentierung des Waldes durch Baumklettercache nicht tragbar ist, so gilt offenbar: Die Stadt Korntal-Münchingen hat grundsätzlich das Auslegen von Cachen im Seewald untersagt.

 

TFT?

 

Gruß,

 

Fresszettel

Edited by fresszettel
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Moin!

 

Die Eigentümer von Grundstücken mussten schon immer gefragt werden, ob sie einen Cache erlauben oder nicht. Das das selten passiert ist klar.

 

Der Wald gehört immer irgend jemandem. Meistens ist es im Besitz von Privatmenschen (Mit oder ohne Forstbetrieb). Dann gibt es natürlich noch Wald in der Hand von Kirchen, Verbänden, ...

Als letztes, auch ein großes Stück vom Kuchen, gibt es den Wald im öffentlichen Besitz. Der wird dann von irgend jemandem gemanaged, wie zum Beispiel der ForstBW.

 

Nur im letzteren Fall kann der Förster eine Erlaubnis erteilen. In allen anderen Fällen muss man sich bei den betroffenen Besitzern erkundigen. Um an diese heranzukommen, kann man wiederum den Förster befragen. Dabei darauf achten, dass mehr als eine Art Förster gibt -> Bsp. Niedersachsen: Förster der Landwirschaftskammer und Förster der Landesforsten. Letztere sind für den Wald der öffentlichen Hand zuständig.

 

Soll heißen: Wenn der Wald der Stadt gehört... erstmal Pech, es sei denn, der Förster der ForstBW erlaubt es.

Wenn das Grundstück im Privatbesitz ist, Pech. Hier hilft auch nicht der Förster weiter.

 

Die Auskunft der Stadt steht im Gegensatz zu folgendem Prospekt, Seite 2 unten rechts:

 

http://forstbw.de/fileadmin/forstbw_mediathek/faltblatt_erholung_screen.pdf Achtung: Betrifft nicht den Privatwald!

 

ALLERDINGS: Das Problem ist nicht unbedingt die Frequentierung, sondern der Schutz des Baumes (Der ist ja etwas Wert).

 

Rechtlich gesehen ist die Kenntnis der Stadt von diesem Klettercache aus versicherungstechnischen Gründen ein Problem. Es wurde zwar schon gerichtlich festgestellt, dass der Waldbesucher auf eigenes Risiko in den Wald geht, aber in diesem Fall kann das Wissen über die besondere Nutzung des Baumes zu Problemen führen. Es könnte sein, dass der Baumbesitzer für die Sicherheit dieser Aktion gerade steht.

 

Wahrscheinlich hat die ForstBW bereits veröffentlicht, wie mit Geocaches umzugehen ist. Einfach mal suchen oder anrufen.

 

Gruß und nicht Vergessen Besitzer fragen und gehorchen.

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Leider ist das alles richtig. Ich habe selber gesehen, wie rücksichtslose Radfahrer eine Familie mit Kinderwagen fast umgefahren und dann beschimpft und verhöhnt haben. Und natürlich die "üblichen" Raser, denen man bei fast jeder Cachetour begegnet. Statt zu bremsen wird laut geklingelt oder gebrüllt.

Es lohnt sich auch, im Oecher Bösch und den Wäldern im Kreis Heinsberg die Hügelgräber und Motten anzuschauen.

 

Es gibt ein paar Serien, deren Dosen man ohne GPS-Gerät finden kann. Man folgt einfach dem weg und da, wo ein breiter Trampelpfad an Stellen führt, die man wahrscheinlich nicht betreten soll, findet man die Dose. Mal an Bäume geschraubt oder in Form von Müll im Wald. Warum? Unkenntnis oder bewußte Provokation?

 

Wahrscheinlich sind es nur wenige, die sich nicht an die Regeln halten. Aber die fallen auf und schaden dem Image.

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leider kann ich diesen letzten Satz nur noch etwas erweitern - "nur wenige" haben sich, nach der gefühlten Wahrnehmung zu "sehr vielen" entwickelt.

 

Wenn du solche Caches findest, empfehle ich ein gut dokumentiertes (z.B. Fotos, darf ruhig ein Vollspoiler sein) Needs Archived Log abzusetzen. Im Gegensatz zu anderen Hobbies haben wir Geocacher Möglichkeiten, problematische Dosen zu melden und (bis zur Abänderung) vorläufig oder gar dauerhaft aus dem Spiel zu nehmen. Man muss diese Möglichkeit allerdings auch nutzen. Sich in Foren aufzuregen bringt dagegen eher wenig.

Edited by eigengott
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leider kann ich diesen letzten Satz nur noch etwas erweitern - "nur wenige" haben sich, nach der gefühlten Wahrnehmung zu "sehr vielen" entwickelt.

 

Wenn du solche Caches findest, empfehle ich ein gut dokumentiertes (z.B. Fotos, darf ruhig ein Vollspoiler sein) Needs Archived Log abzusetzen. Im Gegensatz zu anderen Hobbies haben wir Geocacher Möglichkeiten, problematische Dosen zu melden und (bis zur Abänderung) vorläufig oder gar dauerhaft aus dem Spiel zu nehmen. Man muss diese Möglichkeit allerdings auch nutzen. Sich in Foren aufzuregen bringt dagegen eher wenig.

 

Und mich dem s***storm der Möchtegerncacher aussetzen ???? :blink:

 

Aber Du hast recht - sich in einem Forum auszuk**** bringt nicht wirklich etwas.

 

Was evtl. nachhaltig etwas bringt - solche Caches nicht suchen und nicht loggen!!!

 

Für mich versuche ich einfach, anhand von Listingstudium, Logs, GCVote und Bauchgefühl nur Caches anzugehen, die mir Spass machen und die auch langfristig im Gedächtnis bleiben. Klappt auch zu gut 75 % :rolleyes:

Edited by Team Eifelyeti
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Und mich dem s***storm der Möchtegerncacher aussetzen ???? :blink:

Was evtl. nachhaltig etwas bringt - solche Caches nicht suchen und nicht loggen!!!

 

Nicht melden und Wegschauen sind zwar bequem, lösen aber das Problem nicht: einzelne, oft aus Unwissen ungünstig platzierte Geocaches, die das Spiel als Ganzes gefährden.

 

Wenn du Angst vor verbalen Tiefschlägen hast, kannst du dich auch per Mail an einen Reviewer oder Groundspeak wenden - das wird dann vertraulich behandelt. Oder NA mit einem zweiten Account loggen.

 

Ich bevorzuge allerdings die offene Meldung. Das hat auch etwas mit Haltung zu tun. Das Spiel sollten wir uns nicht von ein paar lautstarken schwarzen Schafen kaputt machen lassen.

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Die Verweigerung hat aber auch vielfach etwas mit Haftungsfragen zu tun.

Hier in der Gegend sind einige Waldbesitzer, die zwar nichts gegen Geocaches haben. Allerdings würden die nie formell eine Zustimmung geben, um nicht bei möglichen Unfällen mit in die Haftung genommen zu werden.

Es gibt schließlich Urteile, nach denen die Verkehrssicherungspflicht für den Waldeigentümer dann einsetzt, wenn ein Waldbesuch gesteuert wird. D.H. sobald der Waldbesitzer eine Nutzung dulded, die Waldbe­sucher anlockt, trifft ihn eine er­höh­te Verkehrssicherungspflicht. (Infos: Artikel hierzu).

Edited by mati16348
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Und mich dem s***storm der Möchtegerncacher aussetzen ???? :blink:

Was evtl. nachhaltig etwas bringt - solche Caches nicht suchen und nicht loggen!!!

 

Nicht melden und Wegschauen sind zwar bequem, lösen aber das Problem nicht: einzelne, oft aus Unwissen ungünstig platzierte Geocaches, die das Spiel als Ganzes gefährden.

 

Wenn du Angst vor verbalen Tiefschlägen hast, kannst du dich auch per Mail an einen Reviewer oder Groundspeak wenden - das wird dann vertraulich behandelt. Oder NA mit einem zweiten Account loggen.

 

Ich bevorzuge allerdings die offene Meldung. Das hat auch etwas mit Haltung zu tun. Das Spiel sollten wir uns nicht von ein paar lautstarken schwarzen Schafen kaputt machen lassen.

 

Hallo Roland,

 

Du hast natürlich Recht - wegschauen löst nicht das Problem.

 

Anonyme Meldung an den Reviewer sind aber ein No go!

 

Erst sollte Cacher den Owner des potentiell problematischen Caches anschreiben. Erfolgt dann keinerlei Reaktion, ist ein NA Log das Maß der Dinge. Dann liegt das "Wohl" unseres Hobbys an den ehrenamtlichen Reviewern und alles ist nachverfolgbar und nicht anonym.

 

Was die anonyme Mail an den Reviewer angeht - hier ein Fall aus dem Cacherleben.

 

Ich bin der Owner eines Caches, der laut BFN Karte, knapp innerhalb eines NSG liegt. Natürlich nur den berühmten Schritt vom Weg entfernt, aber - der Schritt führt über eine ca. 1,5 Meter hohe Böschung hinunter. Uups - bei einer anonymen Meldung müsstest Du diesen Cache archivieren. Realität ist aber - die Location ist ein beliebter Kinderspielplatz. Nach nunmehr mehr als 6 Jahren, und vielen Funden, ist weder eine Cacherautobahn vorhanden, noch irgendwelche Suchspuren. Und dies auch, nachdem ich bei zahllosen Besuchen der Location, zur Cachekontrolle, auch ein paar mal am Hang abgeschmiert bin.

 

Ach ja - um diese Location zu erreichen, musst Du rund 950 Meter laufen. Legal kommst Du mit dem Auto bis auf ca. 180 Meter an die Location, wenn Du die Schleichwege kennst. Die Location selber ist, mit normalen Autos, nicht zu erreichen.

 

Kleiner Vorwurf hier an Deinen "Arbeitgeber" - weniger ist mehr und intensiver ;-) Wenn G$ natürlich auch "statistikgeil" ist und jeden Mist veröffentlich, Hauptsache, man kann mit den 2 Mio protzen - schadet unserem wunderschönen Hobby.

 

LG

Herbert

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Cacherautobahnen sind im gesamten Bundesgebiet kein rechtliches Problem. Schonungen, Naturschutzgebiete, bestellte Felder, eingezäunte Bereiche und ähnliches ausgenommen.

 

In Deutschland ist der Wald zur Erholung da - Betretungsrecht inklusive.

 

Caches am Rande eines NSG sind unvorteilhaft, egal wer da schon Jahrhunderte spielt. Gewohnheitsrechte existieren nicht.

 

Gruß

 

$hogun

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Und mich dem s***storm der Möchtegerncacher aussetzen ???? :blink:

Was evtl. nachhaltig etwas bringt - solche Caches nicht suchen und nicht loggen!!!

 

Nicht melden und Wegschauen sind zwar bequem, lösen aber das Problem nicht: einzelne, oft aus Unwissen ungünstig platzierte Geocaches, die das Spiel als Ganzes gefährden.

 

Wenn du Angst vor verbalen Tiefschlägen hast, kannst du dich auch per Mail an einen Reviewer oder Groundspeak wenden - das wird dann vertraulich behandelt. Oder NA mit einem zweiten Account loggen.

 

Ich bevorzuge allerdings die offene Meldung. Das hat auch etwas mit Haltung zu tun. Das Spiel sollten wir uns nicht von ein paar lautstarken schwarzen Schafen kaputt machen lassen.

Haha. Been there, done that: Es gab nach Kontaktaufnahme durch mich eine heiße persönliche Diskussion mit den Cacheownern, in der mir letztendlich gegenseitiges Verständnis signalisiert und Verbesserung zugesichert wurde. Was aber bis heute nicht passiert ist. Vor einem NA wurde ich jedoch deutlich "gewarnt", dass ein solcher für mich und andere Cacher Konsequenzen haben würde - im Sinne der Ruhe in der örtlichen GC-Community habe ich das dann gelassen (es ist schließlich keine Personengefährdung, nur ein tief eingebuddelter Cachebehälter). Der zuständige Reviewer war über alle Schritte informiert. Es hat dann aber letztendlich weder den involvierten Reviewer interessiert, noch andere Reviewer, die unter ihrem Cachernamen den Cache selbst gefunden haben. Der guidelinewidrige Cache existiert immer noch. Favoritenpunkte sind offenbar höherwertige Argumente.

 

Meine Schlussfolgerung: mir ist es mittlerweile wurscht (*). Ich weise den Cacheowner darauf hin - wenn er reagiert, dann gut, wenn nicht, dann eben nicht. Einen NA-Ärger tue ich mir wegen eines blossen Richtlinienverstoßes (*) nicht mehr an, nachdem es die Reviewer augenscheinlich eben nicht interessiert. Das schlechte Bild vom Geocaching bekommen die Muggel/Behörden auch anderweitig, da sähe ich meine Bemühungen als Tropfen auf den heissen Stein und unnötige Liebesmüh. :(

 

Nö, danke, dieser Zug ist längst abgefahren.

 

(*) Bei personengefährdenden Caches, wie z.B. in Elektroanlagen, sehe ich das aus beruflichen Gründen noch etwas anders, da interessieren mich dann aber weniger die GS-Guidelines als die gegebene Lebensgefahr.

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…. Es hat dann aber letztendlich weder den involvierten Reviewer interessiert, noch andere Reviewer, die unter ihrem Cachernamen den Cache selbst gefunden haben. Der guidelinewidrige Cache existiert immer noch. Favoritenpunkte sind offenbar höherwertige Argumente….

Wenns niemand stört, gibts wohl auch keinen Grund zu handeln.

 

"Vergraben" sah ich schon oft, würde das aber eher nicht reklamieren. Da müsste schon ne Art Beschädigung oder Gefahr mit verbunden sein.

 

Naturschutz und das Ansehen des Geocachings liegt auch mir durchaus am Herzen (wenn ich die Problematik auch eher in manchen guidelineKONFORMEN Caches sehe) - aber das Reklamieren der Vergraben-Regel behalte ich mir für schwerste Fälle vor - wer meint, 3 Blätter zuviel über der Dose, ein in die Erde getretenen Petling oder eine mit der Hand gescharrte Kuhle wäre der Untergang des Abendlandes, darf gerne selbst über den großen Teich rübergerudert kommen und den deutschen Wald nach Verstößen gegen die Guidelines durchforsten. Sollte der Betreffende dann zufällig mich treffen, dann erkläre ich ihm gerne, inwieweit z.B. das Einstampfen des Powertrailverbotes negative Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Ansehen des Geocachinghobbies mit sich gebracht hat.

 

So gesehen hat GC durch die eigenen Aktionen schon jegliche "Credibility" verspielt.

 

Gruß Zappo

 

PS: man könnte auch mit Max Goldt sprechen: Von nem fleischessenden Autofahrer laß ich mir ungern das Rauchen verbieten. Zitatende

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…. Es hat dann aber letztendlich weder den involvierten Reviewer interessiert, noch andere Reviewer, die unter ihrem Cachernamen den Cache selbst gefunden haben. Der guidelinewidrige Cache existiert immer noch. Favoritenpunkte sind offenbar höherwertige Argumente….

Wenns niemand stört, gibts wohl auch keinen Grund zu handeln.

Mich störts, weil ich Angst habe, dass es bald andere Nicht-Geocacher stört. Die hiesige Gemeindeverwaltung ist aufgrund eines anderen Caches schon für das Thema sensibilisiert, der zu einer Anfrage im Gemeinderat geführt hat (wobei aber letztendlich nichts herauskam, weil der "Lost Place" wohl doch nicht auf Gemeindegrund liegt, insofern sie nicht zuständig ist). Das gegenständliche Ding ist der einzige echte "Guideline-Verstoß" hier in der Gemeinde, sonst sind alle zumindest scheinbar im grünen Bereich.

 

"Vergraben" sah ich schon oft, würde das aber eher nicht reklamieren. Da müsste schon ne Art Beschädigung oder Gefahr mit verbunden sein.

Das Plastikrohr mit >10cm Durchmesser steckt ~1m im Waldboden (in einem extra dafür ausgehobenem Loch zwischen den anderen Bäumen), darauf ein Wurzelstock. Eine unmittelbare Gefahr für Leib & Leben ist damit natürlich nicht verbunden. Eine Genehmigung für die konkrete Art & Weise des Verstecks durch den Eigentümer liegt nicht vor (lt. Aussage des Owners!). Die FPs stammen vom durchaus witzigen Rätsel und der ungewöhnlichen Aufmachung des Logbuchs, das man auch anders hätte unterbringen können. Es gäbe z.B. nur wenige Meter weiter ein meiner Meinung nach geeignete überirdische Anbringungsmöglichkeit, aber ich bin ja nicht der Owner, der das dann mühsam umbauen müsste.

 

Die einzig mögliche Alternative zu "ach so kreativ im Boden vergrabenen" Rohren ist jedenfalls NICHT der vielzitierte Pissecken-Mikro.

 

Keine Sorge, Zappo, ich bin da wie gesagt mittlerweile drüber weg, da es die lokalen Reviewer entgegen offiziellen Aussagen in der Praxis auch nicht kümmert. Wer bin ich, dass ich mich da ohne Rückhalt zum allgemeinen Wohle des deutschen Geocachings in die Bresche werfe? Ne, danke.

 

Mich nervt dabei eigentlich nur noch zweierlei:

1. die Beteuerung (an)der(er) Reviewer, man möge sich doch in solchen Fällen vertrauensvoll an sie wenden. Wieso, wenn's auch nix hilft?

2. die Ignoranz der Tatsache, dass "Whistleblower" gerne mit allen verfügbaren Mobbingmethoden unter Einbeziehung der lokalen Community mundtot gemacht werden, wie es mehr oder weniger auch mir angedroht wurde. Ich bin nachgewiesenermaßen keiner, der leicht aufgibt. Auch das gegen-die-Masse stellen habe ich oft üben müssen. Aber das reserviere ich lieber für ernsthafte Belange, bei einem so unwichtigen Hobby wie Geocachen ist meine Ignoranzschwelle deutlich niedriger.

 

Beides ist eigentlich eine Frechheit der Reviewer, vulgo von Groundspeak, da fühle ich mich grob allein gelassen und verarscht. Aktuell z.B. mit der Aussage von Eigengott in diesem Thread, das sehe ich als Heuchelei oder Weltfremdheit an. Als gäbe es keine Unstimmigkeiten in der großen rosa Cacherwelt, die sehr persönlich werden können (erst kürzlich bei einem Event wieder mitbekommen, allerdings als Nicht-Betroffener: da kommt einer nur, wenn der andere nicht kommt etc.). Mir aber wie gesagt mittlerweile weitgehend wurscht, was da rauskommt (Ausnahme: wenn's wirklich lebensbedrohlich wird, wie der Cache in einem ausgebrochenen Eck eines aktiven Starkstromverteilers auf einem als Festwiese genutzten Platz). Ich trink mit den betreffenden Ownern beim Event in aller Ruhe ein Bierchen, freue mich derweil, dass es hier meistenteils doch noch recht nette unproblematische Caches gibt und wenn hier im Gemeindegebiet Geocaching verboten wird (wie schon in anderen Gegenden passiert), weil sich jeder an den FP's der vergrabenen Büchse ein Beispiel nimmt oder der nächste besonders "kreative" Owner seine Ideen ausprobiert, dann hör' ich halt auf.

 

Gute Nacht.

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Damals, als eine Umkreissuche über die nächsten 100 Caches Dosen in .be, .nl, .lu, .de und dort in NRW und RP lieferte und man mit 100-200 km Autofahrt 10 Caches pro Wochenende finden konnte, habe ich die Suche nach einer Dose abgebrochen, die so versteckt war, daß ein Stromschlag fast unvermeidlich war.

Später war dann in den Logs zu lesen, daß jemand durch den Strom fast gestorben ist, als er nach der Dose gegriffen hat.

 

Und erst vor wenigen Jahren habe ich eine Dose gefunden, die an einem Objekt befestigt war, an dem auch Verteilerdosen für die Beleuchtung angebracht sind. Die Dose befindet sich an einer sicheren Stelle, ist aber sehr schwer zu finden. An den Verteilerdosen sind Suchspuren zu sehen. Und weil ich oft dort vorbeikomme, konnte ich beobachten, daß die Verteilerdosen immer stärker beschädigt wurden.

 

Und noch was mit oder eigentlich ohne Strom: Eine cachende Familie. Die Dose ist eine vom Owner an einem Trafohäuschen angebrachte Verteilerdose. Die Kinder rennen zur Dose und mit Blick zu den Eltern und freudigem Grinsen reißen sie die Dose auf und greifen ohne hinzuschauen rein.

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….Die hiesige Gemeindeverwaltung ist aufgrund eines anderen Caches schon für das Thema sensibilisiert, der zu einer Anfrage im Gemeinderat geführt hat ….. und wenn hier im Gemeindegebiet Geocaching verboten wird….

Ich glaub halt nicht, daß sich die Geocaching-"Gegner" mit ihrer Kritik auf die interne Vergraben-verboten-Regel gründen, sondern eher auf grundsätzlich ungeschickte, an falschen Stellen befindlichen Dosen oder störenden und ausufernden Cacherauftrieben.

 

Wenn man die Location-Regel beachten (oder GC die klarer einfordern) würde, könnten wir noch mit dem Aspekt Heimat-, Natur-, Geschichtskunde argumentieren und uns eventuell sogar zu einem erwünschten verdienstvollen Treiben "hinstilisieren" - mit entsprechend wenig Gegenwind. So wie sich das Cachen mittlerweile leider darstellt, ist das für die Aussenstehenden nur ein hirnloses Treiben von Egoisten. Da liegt das Verbieten oder Einschränken deutlich näher.

 

Eigentlich sollte Cachen nicht ein Problem, sondern eine Lösung darstellen. Dazu sind es aber wohl meist grundsätzlich die falschen Leute - vom Sucher bis oben hin zum zum Obermufti.

 

Gruß Zappo

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….Die hiesige Gemeindeverwaltung ist aufgrund eines anderen Caches schon für das Thema sensibilisiert, der zu einer Anfrage im Gemeinderat geführt hat ….. und wenn hier im Gemeindegebiet Geocaching verboten wird….

Ich glaub halt nicht, daß sich die Geocaching-"Gegner" mit ihrer Kritik auf die interne Vergraben-verboten-Regel gründen, sondern eher auf grundsätzlich ungeschickte, an falschen Stellen befindlichen Dosen oder störenden und ausufernden Cacherauftrieben.

Das denke ich auch. Aber das trifft meiner Meinung eben vor allem genau die Regeln, die auch bei Groundspeak (aus genau diesem Grund) aufgestellt sind: vergraben, an Bäume anschrauben, sonstwie fremdes Eigentum beschädigen etc. Einiges davon ist mit "gesundem Menschenverstand" erkennbar, der erfahrungsgemäß nicht nur manchen Geocachern abgeht. Das gibt's auch für Skifahrer, Wanderer, Mountainbiker etc., aber wenn man eine Gruppe benennen kann, dann landet eben die auf der Tagesordnung. Ich fürchte, dass ich mal zufällig in einer Gemeinderatssitzung sitze (hin und wieder gehe ich da hin, weil ich mit einem anderen Verein ein Projekt verfolge), in der das thematisiert wird. Zudem kenne ich Bürgermeister und viele Gemeinderäte sehr gut, z.T. "per Du" (auch die in der o.g. Diskussion involvierten, die in einer Nachbargemeinde unserer VG stattfand, da ist einer meiner besten Freunde und Kollegen Gemeinderat, der aber bis heute nicht weiß, dass ich Geocacher bin). Was soll ich dann sagen? Mich "outen" und quasi ad-hoc als Vertreter der Geocaching-Gruppe sprechen? Um ehrlich zu sein: diesen Haufen will ich gar nicht vertreten...

 

Wenn man die Location-Regel beachten (oder GC die klarer einfordern) würde, könnten wir noch mit dem Aspekt Heimat-, Natur-, Geschichtskunde argumentieren und uns eventuell sogar zu einem erwünschten verdienstvollen Treiben "hinstilisieren" - mit entsprechend wenig Gegenwind. So wie sich das Cachen mittlerweile leider darstellt, ist das für die Aussenstehenden nur ein hirnloses Treiben von Egoisten. Da liegt das Verbieten oder Einschränken deutlich näher.

Korrekt. Und erst recht, wenn dann argumentiert wird mit "eigentlich ist das nach den Regeln sowieso verboten, bringt aber coole Favoritenpunkte!". Zudem: wer soll die Geocacher vertreten? Jeder, der das versucht, wird sein "Mandat" auf ziemlich wenig Gegenliebe in der Community gründen müssen. Dieser quasi nicht greifbare, geschweige denn führbare (Sau-)Haufen ist so nicht zu vertreten, da kann man einfache keine persönlichen Zusagen o.ä. machen. Versteht mich nicht falsch: genau diese Ungebundenheit und weitgehende Unorganisiertheit finde ich am Geocachen so entspannend. Aber an die wenigen eigenen Regeln, die eigentlich relativ klar kommuniziert sind, sollte man sich doch genau deswegen halten.

 

Ich hab's irgendwann schonmal geschrieben: Geocaching ist kein geheimes Spiel mehr, es ist weitbekannt. Und dann braucht man sich nicht wundern, wenn diejenigen Cacher, die ihre vermeintlich (stimmt nämlich nicht, siehe GS-AGb und geltende Gesetze) ungeregelte Freiheit mißbrauchen die Ursache für deutlich härtere Einschränkungen dieser Freiheit sind, nämlich direkter formulierte staatliche Gesetze statt privatwirtschaftliche Nutzungsbedingungen.

 

Allerdings: wenn schon nicht mal den privatwirtschaftlichen Anbieter die Einhaltung dieser Nutzungsbedingungen interessiert bzw. da nicht ein verlässlicher (!) Prüfungs- und Meldungs-Prozess wirkt, dann ist der Lauf sehenden Auges gegen die Wand vorprogrammiert. Letztendlich ist das eine billige und einfache "no ask - not know"-Politik, die irgendwann halt nicht mehr von staatlichen Stellen akzeptiert wird, wenn Grundbesitzer und Geschädigte mit ganz anderen Argumenten und politischer Lobby kommen. Wir haben es ja jetzt schon, dass Grundbestzer-Vereinigungen und auch bereits staatliche Stellen Regelungsbedarf erkennen. In Bayern (siehe diesen Thread), Deutschland (diverse Waldgebiete, großflächig wirksamer Gesetzesentwurf im Ruhrgebiet), im Rest der Welt (auch USA).

 

Braucht man sich nicht wundern, Groundspeak zieht sich da ja immer gerne auf ihre "reine Listinganbieter"-Position zurück. Ganz ehrlich: ein härterer Prüfungsprozess im Sinne eines Qualitätsmanagements wäre tatsächlich die Lösung, auch wenn's Geld kostet. Die reine, lustige und ungezwungene Eigenverantwortung der Cacher wäre auch mir lieber, funktioniert aber leider nicht. Das ist nix Neues, das hat mit Sicherheit nie funktioniert, war nur mangels Masse früher kein Problem.

 

Achja, das ist auch nicht nur bei Geocachern so (siehe z.B. Diskussion um Mountainbiker im Wald). Aber da trifft's halt mein Hobby und deswegen sind wir in diesem Forum.

 

Zum Glück nehme ich das Hobby nicht so ernst, dass mir ein wesentlicher Lebensinhalt wegbrechen würde. Und zum Glück lebe ich in einer Gegend mit überwiegend guten Caches. Ausserdem geben sich die obersten Behörden im dahingehend doch recht liberalen Bayern noch recht entspannt, siehe Innenministerium, Umwelt- und Finanzministerium (Vermessungsverwaltung), die jeweils eigene Angebote zum Geocaching haben. Insofern habe ich persönlich vermutlich noch lange Spaß daran. Aber mehr staatliche Regelungen, erst recht auf kommunaler Ebene, würden mich nicht überraschen, wenn das so weitergeht. Wäre schade um das Spiel.

 

Zusammengefasst mein Punkt hier in diesem Thread: selbst wenn die eigentliche Ursache natürlich neben der schieren Masse vor allem die rücksichtslosen Cacher und Owner unter uns sind, Groundspeak und deren örtliche Vertreter in Punkto Cachefreigabe, die Reviewer, haben durch ihr Desinteresse einen großen Anteil am Niedergang! Wirtschaftlich durchaus sinnvolle Marktausdehnung geht gerade bei Konfliktthemen wie Naturnutzung mit einer gewissen Verantwortung einher, die ich beim Marktführer Groundspeak leider nicht erkennen kann (bei den anderen Listingplattformen auch nicht, aber die sind in der Praxis nicht relevant).

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…. Ich fürchte, dass ich mal zufällig in einer Gemeinderatssitzung sitze (hin und wieder gehe ich da hin, weil ich mit einem anderen Verein ein Projekt verfolge), in der das thematisiert wird. Zudem kenne ich Bürgermeister und viele Gemeinderäte sehr gut, z.T. "per Du" (auch die in der o.g. Diskussion involvierten, die in einer Nachbargemeinde unserer VG stattfand, da ist einer meiner besten Freunde und Kollegen Gemeinderat, der aber bis heute nicht weiß, dass ich Geocacher bin). Was soll ich dann sagen? Mich "outen" und quasi ad-hoc als Vertreter der Geocaching-Gruppe sprechen? Um ehrlich zu sein: diesen Haufen will ich gar nicht vertreten...
Ist doch relativ einfach - man ist niemals DER Vertreter einer Gruppe, sondern EINER. Im Zweifel einer von den Vernünftigen. :lol:

 

Mit ein oder zwei dürren Sätzen erklären, daß es überall solche und solche gibt (beifälliges Nicken des Gemeinderrats) , daß das alles einmal ganz anders geplant war (erstauntes Aufhorchen des Gemeinderats), daß es gerade in der Geocacherszene ne Abteilung gibt, die sich Sorgen und Gedanken macht und denen störende Entwicklungen zumindest genauso auf den Keks geht wie den hier sitzenden Notablen (leicht ungläubiges Schauen des Gemeinderats) und dann ausschweifend erzählen, wie man es gerne hätte bzw. wie es mal (gedacht) war: nämlich lehrreich, gesund und verdienstvoll (Namedropping: Empfehlung des Ministeriums für Gesundheit usw, deutsche Wanderjugend, Pfälzer Waldverein). Dann noch ein paar detaillierte Beispiele direkt aus der Gemarkung ( Gewässerweg, Burg) wo mit Gemeindegelder Schautafeln usw installiert wurden, parallel dazu aber auch Caches liegen, die das Anliegen der "Volxbildung" und Heimatwissensvermittlung aktiv (und kostenlos) unterstützen (Gemurmel des Gemeinderats).

 

Damit sollte klar sein, daß es gute und böse Caches gibt. Also kann man sich auch anbieten, in Zusammenarbeit dafür zu sorgen, daß der Gemeindewald da bedost ist, wo es Sinn gibt, niemand stört - und den Rest gemeinsam abkicken. Im Zweifelsfall will eben der Bürgermeister keine Powertrails. :lol:

 

Gruß Zappo

 

Zur freien Verteilung: :) :) :) :) :)

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Groundspeak und deren örtliche Vertreter in Punkto Cachefreigabe, die Reviewer, haben durch ihr Desinteresse einen großen Anteil am Niedergang!

Ist es wirklich Desinteresse oder ist es einfach nur sehr schwierig, die große Anzahl von Geocaches vom Schreibtisch aus wirkungsvoll zu prüfen?

 

Nachdem es irgendwann mal sehr viel Reviewerbashing gab habe ich ein paar Caches "selber reviewed", bevor ich sie gesucht habe. Ich weiß nicht, welche zusätzlichen Hilfsmittel Reviewer haben aber mit dem, was ich benutzt habe wie z.B. Gugel Erde, öffentlichen NSG-Karten usw. hat das zum einen sehr lange gedauert und zum anderen waren die Ergebnisse sehr unbefriedigend denn viele Caches, die am PC gut aussahen, stellten sich bei der anschließenden Suche als nicht freigabefähig heraus.

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Ist doch relativ einfach - man ist niemals DER Vertreter einer Gruppe, sondern EINER. Im Zweifel einer von den Vernünftigen. :lol:

Richtig. Aber die allgemeine öffentliche Wahrnehmung sieht anders aus. Ein Beispiel:

Ein uniformierter Mitarbeiter des Ordnungsamtes (ich werde die Stadt nicht nennen) hat geraucht und die Zigarettenkippe auf den Boden geworfen. Wenn das jemand anderes gemacht hätte, hätte er ein Bußgeld zahlen müssen.

Kommentar diverser Leute, die das auch gesehen haben: "Das ist also unser Ordnungsamt".

Dabei war es nur ein Mitarbeiter.

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Ist doch relativ einfach - man ist niemals DER Vertreter einer Gruppe, sondern EINER. Im Zweifel einer von den Vernünftigen. :lol:

Richtig. Aber die allgemeine öffentliche Wahrnehmung sieht anders aus. ....

Kommentar diverser Leute, die das auch gesehen haben: "Das ist also unser Ordnungsamt". Dabei war es nur ein Mitarbeiter.

Naja, altes Thema. Wer zu faul/dumm/böswillig ist, in einem Einzelfall nicht mehr zu sehen als nen Einzelfall und das zum Anlaß für Pauschalurteile nimmt, hat das zivilisierte Miteinander nicht begriffen. Ob das nun der Verwaltungsangestellte, Otto BLÖD-Leser, der Mensch mit der Knarre oder der mit dem Plakat in der Hand ist.

 

Diese Dummheit/Böswilligkeit muß man benennen und bekämpfen - immer und sein Leben lang. Was umso schwieriger ist, als daß sie leider mittlerweile droht, wieder Allgemeingut und legitimes Verhalten zu werden. Trotzdem.

 

Gruß Zappo

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Ist doch relativ einfach - man ist niemals DER Vertreter einer Gruppe, sondern EINER. Im Zweifel einer von den Vernünftigen. :lol:

Das glauben die mir nie! Ich habe hier einen Ruf! :)

 

Damit sollte klar sein, daß es gute und böse Caches gibt. Also kann man sich auch anbieten, in Zusammenarbeit dafür zu sorgen, daß der Gemeindewald da bedost ist, wo es Sinn gibt, niemand stört - und den Rest gemeinsam abkicken. Im Zweifelsfall will eben der Bürgermeister keine Powertrails. :lol:

Ne, ganz ehrlich: so würde ich mir das in der Theorie auch vorstellen. Aber ich kenne den hiesigen (neuen) Gemeinderat in der Praxis: da wird nichts geglaubt, alles in Frage gestellt und wo man dagegen sein kann, ist man dagegen, außer das Gegenüber ist Parteimitglied, Großbauer, Grundbesitzer, Kindergartenvertreter oder bei der Feuerwehr, bevorzugt alles zusammen. Sorry, scheidet bei mir leider alles aus. Das geschilderte Projekt, das ich da vertrete, war vor zwei Jahren (andere Parteienzusammensetzung/-mehrheit) nach ca. 3-jähriger harter Vorbereitungszeit und Absprachen über alle Fraktionsgrenzen hinweg bereits einstimmig positiv entschieden und mit einer (geringen, aber immerhin) 6-stelligen Summe in den Haushalt genommen - und nach der Neuwahl war plötzlch alles nichtig. Wie das geht? Keine Ahnung...muss Politik sein.

 

Und jetzt käme ich auch noch mit dem Geokätschen daher? Ich bin ja einiges gewohnt, aber das könnte das Fass zum Überlaufen bringen, wenn ich da nun auch noch für einen Streitpunkt (der es ja wäre, käme es in den Gemeinderat) verantwortlich gemacht werden würde. :) Bye, bye, anderes Projekt... :(

 

Zur freien Verteilung: :) :) :) :) :)

Danke, kann ich brauchen.

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Groundspeak und deren örtliche Vertreter in Punkto Cachefreigabe, die Reviewer, haben durch ihr Desinteresse einen großen Anteil am Niedergang!

Ist es wirklich Desinteresse oder ist es einfach nur sehr schwierig, die große Anzahl von Geocaches vom Schreibtisch aus wirkungsvoll zu prüfen?

Das ist das eine. Das andere ist, dass ich aus eigener Erfahrung im Gegensatz zu Eigengotts Ankündigung hier im Thread eben den Eindruck habe, Meldungen aus der Community werden eben NICHT seitens Groundspeak bzw. der Reviewer in irgendeiner Weise für hilfreich befunden oder positiv beurteilt. In der Regel kommt ein (durchaus recht barsches) "Interessiert mich nicht, kümmert euch selbst drum" zurück. Einmal immerhin gefolgt von einem "Uh, hast doch recht, jetzt habe ich mir deine Mail mal durchgelesen und den Cache angeschaut, da ist was faul" (was durchaus schon beim Review zu erkennen gewesen wäre, aber egal). Insofern denke ich, dass die Reviewer, im Gegensatz zu Eigengotts Aussage, eher auf dem Standpunkt stehen, dass sie nur und ausschließlich für die Freigabe und Archivierung von Caches zuständig sind, aber nicht für die Aufklärung möglicher Sachverhalte bei Guidelineverstößen, solange die auch nur im Ansatz etwas unklar sind.

 

Logisch, sind mit Sicherheit überlastet, die Damen und Herren. Aber das hilft der Sache eben auch nicht. Wenn ich den Reviewer anspreche, dann hat das schon einen Grund. Wenn ich da eine Ausnahme sein sollte und deshalb genauso erstmal abschlägig beschieden werde, wie alle, die wegen jedem Pups zum Reviewer rennen, dann stimmt eben Eigengotts These vom "hilfreichen Reviewer" nicht. Und wenn Reviewer mit ihrem Cacheraccount den Cache loggen und hochloben, obwohl er sowas von eindeutig gegen die Guidelines ist, dann frage ich mich halt auch, was das soll. Das wurde übrigens vom Cacheowner als eine Begründung angegeben, warum der Cache ja gut sein muss: "Reviewer XXX hat ihn auch gemacht und er ist noch nicht archiviert!".

 

Meine Schlußfolgerung: ich persönlich werde mich in der Community nicht als Buhmann anbieten, wenn ich kein ernsthaftes Backup von der Firma bekomme, deren Guidelines ich da vertreten würde. Die Gefahr, dass ich mich zum Affen mache und dann doch kein Reviewer reagiert ist mir zu groß - ergo: einmal den Cacherkollegen darauf hingewiesen, und gut ist, die armen Reviewer werde ich nicht mehr belästigen. Das Risiko aber, dass das Massenphänomen Geocaching zunehmend gesetzgeberisches Augenmerk auf sich zieht, muss ich dabei natürlich eingehen - aber auch bei allgemeinen Diskussionen ist es der Cacher-Mehrheit wohl eher wurscht bzw. sind sie sogar der Meinung, nur durch Guidelineverstöße bekäme man bessere Caches hin. Ich spreche da übrigens von dem Teil der Guidelines, den ich für absolut gerechtfertigt halte weil deren Missachtung eben die o.g. Gefahren beinhalten, z.B. zum Thema "Vergraben", "Dinge zerstören", "Verbotenes Betreten" etc. Nicht nur, weil ich wegen so einem doofen Cache schonmal die Polizei vor der Haustür hatte.

 

Ich denke einfach, Groundspeak und das Reviewer-System ist mit der aktuellen Entwicklung des Geocachens zum Massenphänomen überfordert und Eigengott hat hier im Thread eine sehr vollmundige Versprechung gemacht, die von seinen Reviewerkollegen nicht eingelöst wird. Mal sehen, wann's knallt.

 

NACHTRAG: ich möchte das nicht als Reviewer-Bashing verstanden wissen. Die Damen und Herren leisten sicher eine Menge Arbeit, um die Caches verwaltet zu bekommen. Ich sehe das Problem eher bei Groundspeak, die die Reviewer da vermutlich auch eher alleine in deren Überlastung wurschteln lässt, anstatt dem Massenandrang an Caches/Cachern wirksam zu begegnen oder eine Art Qualitätsmanagement einzuführen. Derzeit gilt "je mehr desto besser", darunter leiden die Reviewer genauso wie diejenigen, die das Spiel mit Wehmut den Bach hinunter gehen sehen. Groundspeak ist die einzige Listingplattform, die ernsthaft das Spiel in Richtung "Qualität" steuern kann. Das wäre zunächst erstmal die konsequente Einhaltung der Guidelines als grundlegendes und bereits kommuniziertes Qualitätskriterium wirksam einzufordern...von mehr spreche ich ja eigentlich gar nicht.

Edited by Ben0w
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Ist es wirklich Desinteresse oder ist es einfach nur sehr schwierig, die große Anzahl von Geocaches vom Schreibtisch aus wirkungsvoll zu prüfen?

Wie soll man denn einen Cache wirkungsvoll von zu Hause aus prüfen? Man kann sich die Position in GE ansehen, vielleicht noch in verschiedenen Karten und das wars dann.

Im übertriebenen Falle: auf dem Satellitenbild sieht man, dass die Dose irgendwo im Wald liegt. Und erst vor Ort könnte man dann merken, dass da in Wirklichkeit der Cache in einem nirgends verzeichneter Bunkerkomplex zu finden ist.

 

Bei einem meiner Caches hat mich da eine Reviewer-Rückfrage ziemlich überrascht. Ein kleiner Mini-Multi an einer Aussichtsplattform in den Alpen, was auch so im Listing kommuniziert wurde. Vom Reviewer kam tatsächlich die Frage, wo denn da ein Aussichtspunkt sei, im Satellitenbild würde er da nix sehen? Kunststück, das Ding war noch viel zu neu, um in GE sichtbar zu sein. Aber interessant zu sehen, worüber sich bei einem Pipifax-Cache doch Gedanken gemacht wird.

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Genau das ist das Problem: sehr viele meckern über die Reviewer. Aber wer hat einmal versucht, nachzuvollziehen, wie schwierig es ist, einen Cache zu beurteilen, von dem man nur das Listing und die evtl. geschönten Angaben des Owners hat? Und das jeden Tag mehrere Stunden lang.

Das System ist nunmal so, dass die Reviewer vor dem Publish praktisch keine anderen Möglichkeiten haben, ausser der Beschreibung des Owners im Listing, die vom Owner gegebenen Koordinaten und die Versicherung des Owners per Anhaken, sich an die Richtlinien zu halten. D.h. letztendlich liegt die Verantwortung vor dem Publish komplett beim Owner. Selbst da passieren den Reviewern noch Fehler, dass offenbar unsinnige/unreguläre Caches freigegeben werden. Eine weitergehende Kontrolle, z.B. ob die Situation vor Ort tatsächlich der geschilderten entspricht, ist von Seiten Groundspeak/Reviewer nicht vorgesehen. Ein wie auch immer geartetes "Qualitätsanagement" würde den Schritt "Prüfung" beinhalten, nur so ist eine kontinuierliche Verbesserung bzw. zumindest die Verhinderung von Verschlechterung möglich. Solange die Cacheowner wahrheitsgemäße Angaben machen und sich an die von ihnen per Klick bestäigten Richtlinien halten, ist ja alles gut.

 

Die Realität sieht aber anders aus: da werden Caches vergraben, an Bäume geschraubt, ohne Erlaubnis gelegt etc. Klar kann man argumentieren, dass das ja alles nicht so schlimm ist (die Argumente sind hinlänglich bekannt, darauf will ich im Einzelnen gar nicht eingehen) ABER es widerspricht immer noch den bewusst (!) eingewilligten Richtlinien. Trotzdem scheint es Groundspeak nicht zu interessieren, zumindest gibt es kein stringentes System zur Validierung des Reviewprozesses bzw. der ausgelegten Caches.

 

Die zweite Kontrollmöglichkeit besteht nur im Feedback von Cachern. D.h., wenn ein Cacher einen problematischen Cache erkennt, kann er ihn melden (NM = Needs Maintenance, NA = Needs Archived oder defensiver "Needs (Reviewer) Attention"). Nur ruft das mittlerweile eine erhebliche Gegenreaktion von beleidigten Cacheownern hervor und macht den meldenden Cacher in seiner örtlichen Umgebung zum Buhmann. Bei einer anonymen Meldung per Mail an einen Reviewer aufgrund dieser Gefahr erfolgt entweder nur die Reaktion "Mach das mal per NM/NA", "Macht das unter euch aus" oder es wird irgendwann der meldende Cachername veröffentlicht. Hier gibt es also keinerlei echte Unterstützung dieses Kontrollmechanismus' von Groundspeak! Die halten sich fein raus und ziehen sich auf ihr Selbstverständis als reiner Listingservice zurück. Ja kein Wunder, wenn diese zweite Kontrollinstanz auch nicht mehr funktioniert.

 

Bleibt die dritte Kontrollinstanz: ein Landbesitzer oder eine Behörde fühlt sich bemüßigt, einen Cache zu kritisieren. Hier hat Groundspeak plötzlich Angst vor Konsequenzen und schickt den Cache sofort ins Archiv, meist ohne Wenn und Aber und ohne Stellungnahme des Cachers abzuwarten. Logisch, sie wissen ja, dass die Cacheowner die Guidelines abhaken ohne sie wirklich einhalten zu müssen. Man könnte ihnen ja plötzlich behördlicherseits vorwerfen, dass sie die Cachelistings (Inhalte ihrer Website) nicht kontrollieren, obwohl sie für deren Verbreitung sorgen.

 

Diesen Vorwurf mache halt ich jetzt (mal wieder) auch so, nur bin ich keine Behörde. Sobald aber Behörden/Kommunen/Landbesitzer etc. darauf kommen, dass sie da zunehmend großer Ärger mit diesem "Geokätsching" erwartet, weil die Jäger motzen oder irgendwelche Anzeigen/Gerichtsverfahren/Horrorgeschichten in Fortbildungen rumerzählt werden, werden sie proaktiv tätig und dann schauen wir plötzlich alle in die Röhre.

 

Das Review-System von Groundspeak ist meiner Meinung nach für die heutigen Verhältnisse in Deutschland nicht mehr geeignet. Das liegt nicht an den Personen, die Reviewer sind, sondern an deren Möglichkeiten und dem von Groundspeak vorgegebenen Kontrollmechanismus (der kein echter ist, wie oben beschrieben). Das zugrunde liegende Problem ist natürlich die schiere Masse (woran Groundspeak ein ureigenes Interesse hat und ja auch kräftig öffentlich für die Weiterverbreitung wirbt) und diejenigen Cache-Owner, die meinen, sich über die einfachen Grundregeln stellen zu dürfen (nein, die Alternatve sind nicht "Pisseckenmikros", denn es gibt auch guidelinekonforme kreative und gute Caches). Das ist nicht mehr zu ändern. Ich habe aber das Gefühl, Groundspeak verpennt hier was oder ignoriert absichtlich die Auswirkungen der eigenen Marktdominanz - die kritische Masse ist meiner Meinung nach längst erreicht: erste generelle Verbote gibt es bereits, in USA und auch Deutschland.

 

Was wäre die Alternative? Meiner Meinung nach - von Seiten Groundspeaks:

  • Echte Unterstützung des Systems "NA". Zunächst mal ein klares und in Variationen wiederholtes Statement von Groundspeak, solche Meldungen zu machen. Dann auch die Absicht der Reviewer, sich um sowas zu kümmern und die Meldungen nicht grundsätzlich abzutun oder ohne große Diskussion/Information darüber zu entscheiden. Das wirkt derzeit sehr von oben herab.
  • Vielleicht wäre zusätzlich tatsächlich eine Neugestaltung des Systems "NA" hilfreich: z.B. eine Umbenennung des NA in "Needs (Reviewer) Attention", damit das Schreckgespenst "Archive" in der folgenden Diskussion erstmal vom Tisch ist. Denn nichts anderes ist es ja: ein Hilferuf aus der Community an den Reviewer, sich die Argumente mal anzusehen und entsprechend zu entscheiden. Würden hier zudem Reviewer agieren, die speziell dafür zuständig sind und nicht mit Publish-Aufgaben überlastet, könnte eine sachgerechte Prüfung, auf die sowohl Meldender als auch "kritisierter" Owner vertrauen, erfolgen und die Emotionalität deutlich abgemildert werden. Weitere Mechanismen wären denkbar. Es ist natürlich problematisch, den positiven Ansatz des "NA" in den Köpfen zu etablieren und wäre sogar völlig unnötig, wenn geocachende Menschen nicht oft Dinge böswillig auslegen und andere zum Mobbing (ein hartes Wort, ggf. nicht ganz richtig, aber nahe an der Realität) aufstacheln würden.
  • Eine echte Vor-Ort-Kontrolle durch benannte regionale Vertrauensleute. Nennt es von mir aus despiktierlich Cache-Polizei, das schwächt die Argumente oben nicht ab. Das ist schwierig, aufwändig und wäre sogar völlig unnötig, wenn nicht Cacheowner willentlich gegen die von ihnen explizit bestätigten Versteckregeln verstoßen würden...

 

Leider erscheint es mir (auch in dieser Diskussion) so, dass sich Groundspeak einen Dreck drum kümmert, was draussen wirklich los ist, solange man Geocaching weiter publik machen und die Mitgliederzahlen weiter steigern kann. Das ist für ein privatwirtschaftliches Unternehmen ein legitimer Geschäftsansatz, aber dass das Geschäftsmodell in sich zusammenbricht, wenn landesweite Geocachingverbote ausgesprochen werden, wird ignoriert. Meine dahingehenden Diskussionen mit Reviewern waren leider sehr ernüchternd. Die Aussage von Eigengott in diesem Thread konterkariert das nur, denn so gerne ich ihm folgen möchte, mir fehlt der Glaube. Mit der von mir erfahrenen Realität hat das nämlich nichts zu tun.

 

Aufwachen, das Ende ist nah! Aber gut, bis dahin gehe ich entspannt schöne, legale und guidelinekonforme Dosen suchen. :)

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Die Realität sieht aber anders aus: da werden Caches vergraben, an Bäume geschraubt, ohne Erlaubnis gelegt etc. Klar kann man argumentieren, dass das ja alles nicht so schlimm ist (die Argumente sind hinlänglich bekannt, darauf will ich im Einzelnen gar nicht eingehen) ABER es widerspricht immer noch den bewusst (!) eingewilligten Richtlinien.

 

Das liegt mir doch am Herzen: Es ist eben nicht "nicht so schlimm".

 

Damit es mal jeder versteht:

 

Nägel im Holz ergeben Verfärbungen. Verfärbungen mindern den Wert des Holzes. Ich aste doch nicht 100 Jahre einen Baum, nur damit einer irgendwann ein Vogelhaus an die dicke Buche hängen kann.

Grabungen in der Erde schädigen den Jungbestand direkt an den Wurzeln. Von den Geocachern kann doch kaum einer eine gepflanzte Kultur erkennen (Die stehen nämlich nicht immer in einer Reihe).

 

Also: Nicht verharmlosen, wenn man es nicht genau weiß.

Tipp: Nehmt Totholz oder einen extrem krummen Baum und grabt eben keine Löcher.

 

Gruß.

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Klar kann man argumentieren, dass das ja alles nicht so schlimm ist (die Argumente sind hinlänglich bekannt, darauf will ich im Einzelnen gar nicht eingehen)

Das liegt mir doch am Herzen: Es ist eben nicht "nicht so schlimm".

Das ehrt Dich und ich stimme dem absolut zu. Allerdings bin ich schon mehrmals durch diese Diskussionen gegangen, das verläuft ähnlich wie "Diskussionen" mit Leuten, die in Feuerwehreinfahrten parken (in verschärfter Form, wenn man gerade mit Blaulicht durch will): man kann seinen Glauben an Sinn & Verstand anderer leicht verlieren...lass uns das bitte hier nicht durchexerzieren und beim eigentlichen Thema, nämlich der Folgen solchen Verhaltens und der Eindrücke auf die Umwelt bleiben. Danke. :)

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